Teya Wright im WAZ-Interview

„Ich kann über alles und jeden lachen“

Die Fahrt durch Herne am Montagnachmittag ist anstrengend: Es ist Berufsverkehr. Immer wieder muss der Fahrer am Steuer aufpassen und anhalten, weil Ampeln auf Rot schalten. Außerdem scheren stets Autos aus oder blinken, weil sie auf die andere Spur wollen.
Doch Teya Wright macht den Trip durch die Emscherstadt angenehm. Die amerikanische Centerin des Basketball-Bundesliga-Teams Herner TC lacht viel und ist äußerst kommunikativ, während des Gesprächs gibt es kaum Pausen, schier unendlich sind die Themen, über die man sich mit der 24-Jährigen unterhalten kann; sie lässt sich nicht nur fragen, sondern stellt auch Gegenfragen. „Ich kann über alles und jeden lachen“, sagt Wright.
Im Januar will sie dem HTC wieder zur Verfügung stehen, nachdem sie im Saison-Eröffnungsspiel durch eine schwere Armverletzung außer Gefecht gesetzt wurde. „Die Blessur war schrecklich. Darüber hinaus war es das erste Mal für mich, dass ich mit Chirurgen zu tun hatte und operiert wurde“, berichtet Wright.

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Power-Trio wirbelt weiter für den HTC

Wright, Davis und Flasarova wollen in die Play-Offs

Turbulenzen hatte es genug in der vergangenen Saison, personelle Wechsel auch – da tut es gut, dass beim Herner TC Kontinuität Einzug hält. Denn personelle Veränderungen gibt es nur wenige, und dass dem Team mit Teya Wright, Quenice Davis und Katarina Flasarova drei ganz wichtige Stützen erhalten bleiben, freut die Verantwortlichen ganz besonders. Das Trio hatte durchaus lukrative andere Angebote, doch sportliche Perspektive und Wohlfühlfaktor beim HTC zählten letztlich mehr als der „schnöde Mammon“ und so dürfen sich die Herner Basketballfans auch in der kommenden Saison auf reichlich Power aus den USA und Tschechien freuen.

Trainingszeiten für die Saison 13/14 online

Die aktuellen Trainingszeiten für die kommende Saison 2013/14 sind nun verfügbar. 

One Team - One Dream: Die U15w des HTC erfüllt sich ihren Traum und ist deutscher Meister 2013

In einem äußerst anspruchsvollen Final-Spiel auf höchstem Niveau ist es der geschlossenen Herner Mannschaftsleistung der U15w zu verdanken, dass der Herner TC den Titel „Deutscher Meister U15w“ holen konnte!

Bereits zu Beginn des Final Four ließen die Herner Mädchen keinen Zweifel am Erfolg ihrer Mission: Gegen den TSV Grünberg gelang ein überzeugender 79:39 Sieg, bei dem schon zur Halbzeit (26:47) die Messe gelesen und der Blick auf Sonntagmittag gerichtet werden konnte. Anna Lappenküpper führte in der Offensive Regie, penetrierte häufig direkt zum Korb und konnte ihrem Team XX Punkte bei steuern. In der Defense arbeiteten die Spielerinnen für einander, Pia Proske beherrschte die Zone im Rebound und Jenny Strozyk wandelte die Ballgewinne blitzschnell in Fastbreakpunkte um. Grünberg konnte im ganzen dritten Viertel bei 4 Punkten gehalten werden, beim Abpfiff stand ein verdienter 79:39 Sieg zu Buche.

Nach dem im zweiten Spiel des Samstags Wolfenbüttel die ChemCats Chemnitz mit 54:50 geschlagen hatte und im Spiel um Platz drei sich Chemnitz gegen Grünberg mit 73:54 durchsetzen konnte, hieß der Gegner im Finale um 12 Uhr erneut Wolfenbüttel.

Das Hinspiel in Berlin bei der Nord-Westdeutschen Meisterschaft vor einer Woche wurde nach einem Rückstand in der Halbzeit zum Schluss deutlich mit 20 Punkten Differenz gewonnen. Doch in Herne, im Finale, vor den zahlreichen eigenen Zuschauern war die Anspannung und Nervosität sehr groß. Die Hernerinnen fanden nicht ins Spiel und lagen nach dem ersten Viertel mit 6:10 zurück. Durch einen erfolgreichen Dreier von Hanna Hahn und einem direkt folgenden Treffer von Pia Proske zu Beginn des zweiten Viertels kam der HTC bis auf einen Punkt heran. Nun kamen auch alle anderen Herner Mädchen ins Spiel und die Bälle flogen den Wolfenbüttlerinnen nur so um die Ohren. Insgesamt 3 erfolgreiche Dreier konnten in diesem Viertel zum Herner Punktekonto beigesteuert werden. In der Verteidigung agierte besonders Hanna Hahn sehr gut, die immer zum richtigen Zeitpunkt zur Helpside kam. Unter den Körben war Malina Sola stark, die viele Rebounds fischen konnte. Doch in dieser ersten Halbzeit kamen die Hernerinnen schnell in Foultrouble; gleich drei Spielerinnen aus der Starting Five hatten jeweils 3 Fouls, doch da rentierte sich die tiefe Bank auf Herner Seite. Mit einer hauchdünnen 8-Punkte-Führung ging man in die zweite Halbzeit. Wolfenbüttel fand besser ins Spiel und legte einen 7:0 Run hin, bevor die Herner Trainerinnen Miriam Siebert und Magda Gawronska eine Auszeit nahmen, um die Mädchen zurück ins Spiel zu führen. Doch mit einem Drei-Punkte Treffer von Wolfenbüttel kam es zum Ausgleich in der 26. Minute (32:32). Herne kämpfte erbittert weiter und versuchte immer wieder einen Weg durch die sehr tief stehende Mann-Mann-Verteidigung zum Korb zu finden. Anna Lappenküper nutzte die absinkende Verteidigung, um Wolfenbüttel einen Dreier zu einzuschenken und die Führung zuhalten. Mit einer knappen 3-Punkte-Führung ging es ins letzte Viertel, in dem vor allem Anna Lappenküper und Jenny Strozyk Verantwortung übernahmen und einige Treffer durch bemerkenswert schnelle Penetration erzielen konnten. Durch die viele Fouls beim Penetrieren wurden die Hernerinnen immer wieder an die Freiwurflinie gezwungen. Es war eine unheimlich hohe konditionelle und psychische Belastung für die jungen Mädchen, weshalb die Trefferquote nicht berauschend war. Jedoch war es nun wieder Jenny Strozyk, die in der letzten Minute 3 von 4 wichtigen Freiwürfen versenkte und so die Führung nicht mehr abgegeben wurde. Als dann der Schlusspfiff kam, lagen sich alle Herner Spielerinnen sowie die Eltern, Trainer und Helfer jubelnd in den Armen.


Herner TC – TSV Grünberg 79:39 (29:13) (18:13) (20:04) (12:09)

Strozyk 20, Lappenküper 18, Kassack 12, Sola 10, Hahn 8, Schulte-Göcking 4, Schröder 4, Oleyniczak 2, Knobloch 1, Proske, Kanti, Runtemund.

Herner TC – MTV/BG Wolfenbüttel 54:51 (06:10) (24:12) (09:14) (15:15)

Lappenküer 16, Strozyk 15, Oleyniczak 5, Hahn 5, Sola 5, Kassack 3, Proske 2, Schulte-Göcking 2, Schröder, Kanti, Hassel, Zerbe.