Auch Beatrice Attura bleibt beim Herner TC

Nach Karin Kuijt und Emina Karic sagt auch Beatrice Attura für die kommende Saison zu. Mit dem Team des HTC steckt sie sich hohe Ziele.

Es gab so einige Dinge, auf die sich Beatrice Attura erst einmal einstellen musste, nachdem sie zur abgelaufenen Saison aus den USA nach Deutschland gewechselt war. Aber mit der Erfahrung aus ihrer ersten Spielzeit in der DBBL steckt sich die 23-Jährige, nach Platz drei des Herner TC in der abgelaufenen Serie, wieder hohe Ziele – mit dem Team um Trainer Marek Piotrowski.

Beatrice Attura ist nach Karin Kuijt und Emina Karic die nächste Spielerin, deren Verbleib zur kommenden Spielzeit durch den HTC bekannt gegeben wird. Hauptgrund sei für sie die Chemie im Team gewesen, vor allem auch die uneigennützige Spielweise der HTC-Akteurinnen.

Der HTC hat in der Vorsaison das Finale verpasst. Mit dem Herner Team nimmt sich Beatrice Attura wieder vor, erneut um die Teilnahme an den Endspielen und die Meisterschaft mitzuspielen: „Ich glaube, mit unserem Team, unserer Entschlossenheit und solider Arbeit können wir das auch erreichen.“ Persönlich möchte Beatrice Attura weiter an der Konstanz ihrer Leistungen arbeiten.

Worauf sie sich zunächst umstellen musste nach ihrem Wechsel aus den USA nach Deutschland, war zunächst einmal das schnellere Spiel. Im US-College-Basketball haben die Teams bis zu 30 Sekunden Zeit für einen Angriff, in der DBBL sind es 24 Sekunden. Außerdem musste sie sich auf ein körperbetonteres Spiel einstellen: „Hier in Deutschland wird bei Fouls und körperlichen Kontakt nicht so schnell von den Schiedsrichtern gepfiffen, was den Ballvortrag und das Handling schwieriger macht“, so die 23-Jährige.

Headcoach Marek Piotrowski freut sich über Beatrice Atturas Zusage für die kommende Saison: „Ich bin sehr glücklich, sie wieder in Herne im Team zu haben. Im Saisonverlauf hat sie eine enorme Entwicklung gemacht.“ Vor allem auch in der schwierigen Phase, als Karin Kuijt ausgefallen war, habe Beatrice Attura viel Verantwortung im Spielaufbau übernommen – und dabei, so Piotrowski, „die Erwartungen mehr als erfüllt. Zudem ist sie Spielerin mit Vorbildfunktion für das Team in puncto Einsatz und Wille.“

Auch für die Nachwuchsspielerinnen. Den jungen HTC-Spielerinnen gibt sie den Rat: „Gebt immer euer Bestes, seid nie nur mit dem Durchschnitt zufrieden, egal ob euch jemand zuschaut oder nicht. Nutzt die Sommerpause, um an euren Schwächen zu arbeiten und eure Fähigkeiten weiter zu stärken.“ Sie selbst macht es vor, hält sich in der Sommerpause alleine fit. Die Ziele sind ja hoch gesteckt.

Nach vier Jahren Pause wird es zur Spielzeit 2018/2019 wieder ein „Season Opening“, eine Saisonauftaktveranstaltung der DBBL, geben. Der erste Spieltag wird dabei komplett beim Deutschen Meister in Keltern ausgetragen. Die Rutronik Stars Keltern eröffnen am Freitag, 28. September, 18 Uhr, die Saison und empfängt in der Speiterling-Halle in Keltern-Dietlingen den Vizemeister TSV 1880 Wasserburg.

Der Herner TC bestreitet sein erstes Punktspiel der Saison 2018/2019 am Samstag, 29. September, um 13 Uhr in Keltern gegen die ChemCats Chemnitz.

Weitere Begegnungen des ersten Spieltags – am Freitag, 28. September: TV Saarlouis Royals - TK Hannover; am Samstag, 29. September: Eintracht Braunschweig - BC Pharmaserv Marburg; Eisvögel USC Freiburg - Fireballs Bad Aibling; Fippo Baskets BG 74 Göttingen - TH Wohnbau Angels.


Stephan Falk, WAZ Herne

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