Herner TC erreicht das Halbfinale

Jubel, Trubel und ein freies Wochenende für den Herner TC und seine Fans. Mit 66:57 (37:24) gewann das Team um Trainer Marek Piotrowski auch das zweite Play-off-Spiel gegen die TH Wohnbau Angels Nördlingen und steht damit unter den vier besten Teams in der DBBL, ist Halbfinalist.

 „Der Sieg geht völlig in Ordnung. Wir haben Nördlingen zum zweiten Mal unter 60 Punkten gehalten“, sagte HTC-Trainer Marek Piotrowski nach dem Spiel. „Wir sind stolz, dass wir unter den vier besten Teams in Deutschland sind.“ Mit Blick auf die anstehenden Halbfinalspiele (Best of Three) gegen den TSV 1880 Wasserburg, der sich ebenfalls mit zwei Siegen gegen TK Hannover durchsetzte, und Finalspiele sagte Piotrowski: „Wir haben jetzt noch mindestens vier Spiele. Wir hoffen, dass es mehr werden.“
Die Fans der Nördlingerinnen waren zu Beginn der Begegnung schon auf Touren, trommelten die Anfangsfünf der Gastgeberinnen ins erste Viertel hinein. Die erste Ansage kam aber von den Gästen, Katlyn Bussey traf aus der Distanz zum 3:0-Start der Hernerinnen, Loyce Bettonvil erhöhte auf 5:0, Emina Karic mit zwei Freiwürfen auf 7:0.
Herner TC mit starker Defense
„Defense“, feuerte der Hallensprecher der Gastgeberinnen immer wieder Fans und Heimteam an, aber die Punktausbeute stimmte zunächst überhaupt nicht bei den Nördlingerinnen. Wegen einer schwachen Trefferquote, aber auch, weil der HTC stark verteidigte. Bei einer 11:4-Führung nahm Nördlingen die erste Auszeit und kam auf 9:11 heran.
Für ganz kurze Zeit. Die Hernerinnen fingen selbst wieder an zu punkten, waren nach dem Nahdistanztreffer von Karin Kuijt auf 18:9 davongezogen.
Die Gäste holten sich das erste Viertel mit 21:13 und kamen auch im zweiten Abschnitt sichtlich besser mit Begegnung Nummer zwei dieser Viertelfinalserie klar. Mit einem 14:0-Lauf zerspielten sie die Gastgeberinnen bis zur 35:13-Führung. Allerdings warfen sich die Wohnbau Angels anschließend heran, konnten auf den Pausenstand von 24:37 verkürzen.
Fünf Punkte Vorsprung vor dem Schlussviertel
Nach der Pause startete Nördlingen energischer ins dritte Viertel, und nun waren es die HTC-Spielerinnen, die zunächst seltener trafen. Nördlingen hatte in die Play-off-Ideallinie gefunden und die Hernerinnen in dieser Phase hinausgedrängt, schloss mit 12:2 Punkten auf 36:39 auf. HTC-Trainer Marek Piotrowski reagierte mit einer Auszeit, und dann liefen beide Teams auf der Play-off-Schiene, boten das von Marek Piotrowski vorab erwartete enge Spiel. Mit fünf Punkten Vorsprung für den HTC ging es ins Schlussviertel.
Das begann für die Hernerinnen mit zwei verwandelten Freiwürfen von Beatrice Aturra, und Karin Kuijt warf ebenfalls von der Freiwurflinie zweimal erfolgreich für das 51:42 der Hernerinnen hinterher. Aus der Distanz traf Karin Kuijt später zum 54:44 – und Herne hatte sich wieder weiter weg gespielt von den Wohnbau Angels, die gewinnen mussten, um noch das dritte Spiel Sonntag in Herne zu bekommen.
Aber für die Angels sollte an diesem Abend die Saison beendet sein. Über 58:50 spielten sich die Hernerinnen auch durch Nervenstärke von Karin Kuijt und Katlyn Bussey von der Freiwurflinie dem 66:57-Sieg entgegen – und feierten den zweiten Sieg im zweiten Spiel, den Halbfinaleinzug und ein freies Wochenende.
Viertel: 13:21, 11:16, 18:10, 15:19.
Angels: Lui. Geiselsöder (12), Lau. Geiselsöder (2), Hill (6), Högg, Mäkitalo (3/1 Dreier), Obanor, Pierre-Louis (6), Racic (6), Schenk (n.e.), Schlott (22/1).
HTC: Attura (6), L. Bettonvil (2), J. Bettonvil (8/1), Burton (9), Bussey (9/1), Karic (2), Kuijt (19/2), Lukovic (4), Range (5/1), Slim (2).

Quelle: Stephan Falk/WAZ

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