HTC-Damen scheitern im Viertelfinale an Saarlouis

Herner TC scheidet im Play-Off-Viertelfinale aus. Nach dem hart erkämpften Heimsieg geht die entscheidende dritte Partie in Saarlouis verloren.

TV Saarlouis Royals - Herner TC 83:75 (20:20, 28:14, 18:22, 17:19)

Aus und vorbei. Hernes Basketballerinnen sind im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft nach drei engen Spielen knapp an Saarlouis gescheitert. „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gekämpft und gefightet, hat nie aufgesteckt und alles gegeben“, stellte Marek Piotrowski dem Team dennoch ein gutes Zeugnis aus. „Man muss auch anerkennen, dass Saarlouis ein sehr starker Gegner war.“ Letztlich war das Fehlen von Spielmacherin Haiden Palmer nicht zu kompensieren. „Mit ihrer Verletzung haben wir für die Bronzemedaillen im Pokal einen hohen Preis gezahlt“, so der HTC-Coach.
Auch im entscheidenden dritten Spiel am Sonntag begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Ohne Palmer und mit einer angeschlagenen Ireti Amojo hielten die HTC-Damen das erste Viertel absolut offen. Eine kleine Durststrecke gab es nach Rachel Arthurs Dreier zur 25:24-Führung (12.). Mit einer 11:0-Serie setzten sich die Royals auf 35:25 (15.) ab. „Wir haben ein paar Angriffe zu hastig abgeschlossen, und die Royals haben gut getroffen und durch Adams und Brodersen auch zwei Dreier versenkt“, erinnerte sich Piotrowski. So ging es mit einem 14-Punkte-Rückstand in die Halbzeit.
Doch der HTC schenkte nichts her, mobilisierte für die letzten 20 Minuten noch einmal alle Reserven. Nach zwei Dikes-Freiwürfen zum 59:54 (28.) war der Gast wieder in Schlagdistanz. Die Royals aber behielten die Nerven und bauten mit einem weiteren Dreier ihre Führung zum Viertelende wieder auf zehn Punkte aus.
Zu Beginn des Schlussabschnitts zog der TVS sogar auf 70:56 davon, auf den Rängen machte sich Feierlaune breit. Zu früh. Herne kam mit einem 8:0-Run zurück, und mit ihrem Korb zum 70:74 (38.) leitete HTC-Kapitänin Emina Karic die Crunchtime ein. Dann drehte sich Ines Kerins Dreier aus dem Korb, im Gegenzug traf Saarlouis, und statt mit nur einem führten die Royals wieder mit sechs Punkten. So musste der HTC am Ende mit schnellen Fouls die Uhr anhalten. Aber dieses letzte Mittel verpuffte. Die Royals blieben an der Linie eiskalt und brachten den Sieg ins Ziel.

10.04.2017 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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