Vom Trainingslager ins Pokalspiel

Die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC starten am Sonntag mit dem Pokalspiel bei den Krofdorf Knights in die neue Spielzeit.

Es geht wieder los. Bevor am nächsten Wochenende beim Season Opening in Keltern die ersten Bundesligapunkte verteilt werden, steht für die Basketballerinnen des Herner TC an diesem Sonntag das erste Pflichtspiel der Saison 18/19 auf dem Plan. Beim Zweitligisten Krofdorf Knights, beheimatet im Landkreis Gießen, geht es um den Einzug in die 3. Runde des DBBL-Pokals. Sprungball ist um 18.30 Uhr in der Eduard-David-Sporthalle in Wettenberg.
Während der HTC wie alle Erstligisten erst in der zweiten Runde ins Pokalgeschehen eingreift, erwischten die Gastgeberinnen in der ersten Runde ein Freilos. Sie belegten in der letzten Saison in der 2. Bundesliga Süd mit neun Siegen bei elf Niederlagen Platz sechs, wurden aber im Sommer umgruppiert und treten nun in der 2.Liga Nord an.

Von daher ist es völlig klar, wem die Favoritenrolle am Sonntag zufällt. „Und die nehmen wir auch an“, sagt HTC-Trainer Marek Piotrowski. Das Wort „Pflichtaufgabe“ mag er in diesem Zusammenhang allerdings gar nicht. „Wir nehmen jeden Gegner ernst“, erlaubt er sich keinerlei Überheblichkeit. „Aber natürlich sind wir Favorit und wollen eine Runde weiter.“
Daran sollten auch die Reisestrapazen wenig ändern. Erst nach dem Frühstück am Samstag verlässt der HTC-Tross in zwei Kleinbussen das Trainingslager im polnischen Szczyrk. Nach einer Nacht in eigenen Betten geht es am Sonntagmittag wieder auf die Autobahn in Richtung Gießen. „Das Trainingslager war absolut gelungen. Alle haben sehr gut mitgemacht, wir sind auf einem guten Weg“, zog Piotrowski in der Mittagspause des letzten Trainingstages ein erstes Fazit. „Aber nach zehn Tagen sind wir froh, dass es nach Hause geht. Da ist es immer noch am schönsten.“

Bis auf kleinere Wehwehchen blieb das HTC-Team bislang von Verletzungen verschont. Beatrice Attura hat nach ihrer Viruserkrankung den Trainingsrückstand aufgeholt, auch die Bettonvil-Schwestern sind nach dem Gewinn von EM-Silber mit dem 3x3-Team der Niederlande in guter Verfassung wieder ins Training eingestiegen.
Alles spricht also dafür, dass der HTC die erste Pflichtaufgabe dieser Spielzeit löst. Denn was die individuelle Klasse und die Tiefe der Kader anbelangt, ist Herne seinen Gastgeberinnen um einiges voraus. Während die Knights sehr von der Form ihrer US-Girls Leslie Robinson und Chelsea Small abhängig sind und ansonsten neben der Britin Ellie Shaxon ein halbes Dutzend heimischer Talente aufbieten, reist der HTC mit zehn Topspielerinnen aus sechs Ländern sowie den Nachwuchskräften Sarah Polleros und Nela Krizanovic an. „Nela ist besonders gut drauf. Sie hat gerade erfahren, dass sie einen Medizin-Studienplatz in Essen bekommt“, freut sich Trainer Piotrowski mit der 18-Jährigen. „Das hat in der ganzen Mannschaft für noch bessere Laune gesorgt.“

Quelle: Wolfgang Volmer/WAZ

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