Auftaktsieg lässt Luft nach oben

Der Herner TC startet mit einem 70:62-Sieg gegen die Eisvögel USC Freiburg in die Saison in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga. Trefferquote mit nur 34 Prozent ist aber noch zu gering.

Eisvögel USC Freiburg - Herner TC 62:70 (32:41)

HTC: Amojo (11), Barnes (11), Callahan, Davis (17/1), Karic (1), Lappenküper, Müller (9/1), Slavova-Naneva (2), Van der Velde (4), Wright (15)
Viertel: 14:24, 18:17, 15:16, 15:13

Am Ende zählt nur der erfolgreiche Start in die neue Basketball-Bundesliga-Saison für die Damen des Herner TC. Beim Season-Opening in Chemnitz besiegten die Hernerinnen die Eisvögel USC Freiburg mit 70:62 (41:32) und zeigten dabei phasenweise überzeugenden Basketball. Allerdings offenbarte das Team seinem Trainer Marek Piotrowski auch jede Menge Ansätze für intensive Trainingsarbeit.

Ein schweres Spiel hatten die Hernerinnen zum Auftakt in die neue Spielzeit erwartet. Die Freiburger hatten zahlreiche Umstellungen im Kader vorgenommen und so war nicht klar, was die Hernerinnen erwarten würde. Hinzu kam der ungewohnte Untergrund in fremder Halle in Chemnitz. Denn auch in diesem Jahr startete die 1. Damen-Basketball-Bundesliga mit einem kompakten Spieltag in die neue Saison. Alle Spiele an zwei Tagen und das alles in nur einer Halle. In diesem Jahr hatten die Organisatoren die Richard-Hartmann-Halle in Chemnitz auserkoren.

Und dort erwischten die Hernerinnen einen Start nach Maß. Schnell setzten sie sich von den Freiburgerinnen ab und erarbeiteten sich einen beruhigenden Vorsprung. Am Ende von schnellen, guten Passspielen standen zumeist einfache Korbleger-Punkte. Folgerichtig ging es mit einer 24:14-Führung in die Viertelpause. Die Allerdings schien den Damen von Trainer Marek Piotrowski zu viel Ruhe zu geben. Denn kurz nach Wiederbeginn kamen die Eisvögel auf. Als es nur noch fünf Punkte waren (26:21), reagierte Piotrowski mit einer Auszeit, doch auch die schien seine Spielerinnen nicht zu wecken. Es war zum Ende der ersten Halbzeit auch der Hektik im Angriffsspiel der Freiburgerinnen zu verdanken, dass die Hernerinnen die Führung nicht abgaben. Erst als die einmal mehr ganz stark aufspielende Quenice Davis das Geschehen an sich Riss, kam wieder mehr Ruhe und Struktur in das Geschehen auf dem Feld. Am Ende sollte es die Herner Aufbauspielerin auf 17 Zähler bringen – Bestwert in ihrem Team.

Bis auf 41:32 setzten sich die Hernerinnen bis zur Pause wieder ab. Doch auch diese Führung sollte nicht reichen, denn die Freiburgerinnen kämpften sich erneut heran. Auch, weil sie viele zweite Wurfchancen bekamen und die Defensivarbeit im Reboundspiel bei der Piotrowski-Fünf nicht energisch genug war. Weil aber beide Teams mit nur knapp über 30 Prozent Trefferquote aus dem Feld noch jede Menge Luft nach oben haben, bissen sich die Eisvögel an dem Rückstand die Zähne aus.

Bis auf zwei Punkte kamen sie vier Minuten vor dem Ende noch einmal heran, für den Ausgleich reichte es aber nie. Mit mehr Ruhe im Spiel setzen sich die Hernerinnen dann wieder ab und hatten knapp eine Minute vor dem Ende den Auftaktsieg unter Dach und Fach. Wichtig, um gut in die Saison zu kommen, aber Arbeit gibt es bis zum ersten Heimspiel noch genug.

28.09.2014 / WAZ Herne / Felix zur Nieden

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