Captain Karic und Radostina Slavova-Naneva bleiben an Bord

Lange war es still um das Bundesliga-Team des Herner TC. Nach dem frühen Play-Off Aus war ein Loch zu spüren, für Spielerinnen und Verantwortliche musste erstmal Abstand gewonnen werden. „Die Saison endete wirklich ungeplant, was mich noch heute traurig macht, wenn ich da dran denke. Nach dem abrupten Ende brauchte ich erst ein mal etwas Zeit um das Ganze zu verarbeiten, weil es definitiv nicht geplant war, so die Saison zu beenden“, gesteht „Captain“ Emina Karic, deren Vertragsverlängerung der HTC zuerst vermelden darf.

„Natürlich hatte ich weiterhin Uni auf die ich mich konzentrieren musste. Urlaub habe ich mir dann aber auch gegönnt. Aus solchen Spielen und Situationen kann man nur lernen und an Erfahrung gewinnen. Das gehört nun mal dazu und man muss irgendwann nach vorne blicken“, resümiert Emina die schwierige Situation. 

Wirklich erklären kann sie das Play-Off Aus auch nicht. „Seit dem TOP4 war irgendwie die Luft raus. Wieso und warum weiß irgendwie keiner wirklich. Wir hatten diese Saison viel mit Verletzungen zu kämpfen, waren im Training oft unterbesetzt und die kleine Rotation hat uns dann doch Probleme bereitet. Das spielt schon eine enorme Rolle. Ich glaube etwas Pause hätte allen gut getan, aber die war leider nicht möglich weil man sich von Woche zu Woche auf einen neuen Gegner einstellen musste“. Dennoch fällt ihr Saisonfazit zu Recht positiv aus: „Auch wenn wir keine Medaille in den Play-Offs geholt haben, kann ich nur sagen dass es eigentlich eine erfolgreiche Saison war! Wir hatten viele gute Spiele, haben es oft für die Zuschauer spannend gestaltet und als Team gekämpft. Jeder war für den anderen da und es gab in keinem Spiel nur eine Spielerin die das Spiel gewonnen hat. Von mal zu mal wurde es immer voller in der Halle und immer mehr neue Gesichter waren zu sehen. Auch wenn wir uns sportlich mehr beim TOP4 erhofft hatten, kann man dennoch zufrieden sein und das Ergebnis als ersten Schritt akzeptieren. Schließlich war es das erste Mal, dass Herne beim TOP4 dabei war und es direkt ausrichten durfte!“ 

Die ersten zwei Juli-Wochen verbringt Emina im Olympiastützpunkt Kienbaum bei Berlin und nimmt dort an einer Kadermaßnahme der A-Damennationalmannschaft teil. „Dadurch, dass das Konzept der Nationalmannschaft ein wenig geändert wurde und das Ziel dieses Sommers eher auf der Mannschaftsfindung und dem Zusammenhalt, die Vorbereitung auf die nächsten Jahre liegt bin ich sehr gespannt wie dieser Sommer verlaufen wird! Bastian Wernthaler kenne ich schon als U20-Coach und ich bin der Meinung, dass er viel mit der Mannschaft reißen kann.“ Ein spannender Sommer lieg also vor Emina, bevor es am 24. August mit dem Herner Mannschaftstraining wieder los geht.

Dabei sein wird ebenfalls Radostina Slavova-Naneva. Sie kommt bereits Anfang August mit ihrem Mann und ihrer Tochter aus Bulgarien zurück, von ihrem ersten Jahr in Deutschland was sie sehr beeindruckt. „Ich bin sehr beeindruckt von den Leuten hier in Deutschland und im Ruhrgebiet, wie sie uns aufgenommen und unterstützt haben. Über die Ferien habe ich sie und das Team wirklich vermisst.“ Beeindruckendster Moment war für Radostina ebenfalls das TOP4. „Es war eine spezielle Atmosphäre und zudem an meinem Geburtstag. Meine Familie war da und hat mich überrascht, das war klasse“. Nach ein wenig Renovierungsarbeit in der Heimat macht Radostina vor dem Saisonstart nochmal Urlaub mit der Familie, ehe es am 4. August zurück nach Herne geht. „Nach dem Saisonende habe ich meine Familie besucht, erst jetzt machen wir etwas Ferien. Ich freue mich auf die neue Saison in Herne, will mich weiter verbessern und mit dem Team aus den Erfahrungen des letzten Jahres noch mehr erreichen“.

Marek Piotrowski kann damit weiter auf zwei wichtige Säulen seines Erfolgsteams setzen und schon mal das obligatorische Trainingslager in Polen planen.

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