Davis’ letzter Wurf lässt HTC jubeln

Der HTC hat das Pokalviertelfinale erreicht. In letzter Sekunde der Verlängerung rutschte Quenice Davis’ Wurf zum 87:89 in den Freiburger Korb.

Eisvögel USC Freiburg - Herner TC 87:89 nV

Viertel: 22:15, 15:22, 15:17, 20:18. Overtime: 15:17.

USC: Lucet (26/1 Dreier), Dzirma (17), Knudsen (14/1), Williams (13), Sowell (12), Lehtoranta (3/1), Heck (2), Hoffmann, Hodapp. Wurfquote Feld: 38 % (32/85). 

Freiwurfquote: 69 % (20/29). Rebounds: 51 (28 defensiv, 23 offensiv). Turnovers: 16.

HTC: Müller (15/2), Salomaa (14/2), Amojo (12/1), Barnes (12), Callahan (10), Davis (9/1), Karic (9/1), Slavova-Naneva (5), Wright (3), Van der Velde. Wurfquote Feld: 43 % (29/68). 

Freiwurfquote: 83 % (24/29). Rebounds: 46 (34 defensiv, 12 offensiv). Turnovers: 24.

Lange überlegte es sich die orangene Kugel, ob sie nach Quenice Davis’ Wurf in letzter Sekunde der Verlängerung durch die Reuse rutschen wollte. Zwei-, dreimal titschte sie an den Ring, dann flutschte sie hindurch, und der kleine HTC-Tross lag sich jubelnd in den Armen. Durch einen hart erkämpften, glücklichen Sieg in Freiburg hatten Hernes Basketballerinnen das Viertelfinale des Pokalwettbewerbs erreicht und haben nun die Chance, durch einen Heimsieg über Chemnitz am 4. Januar erstmals das „Final Four“ zu erreichen.

„Das war Erleichterung pur“, beschreibt HTC-Trainer Marek Piotrowski sein Gefühl, als das Drama ein aus Herner Sicht gutes Ende genommen hatte. „Zweimal haben wir den Kopf aus der Schlinge gezogen. Freiburg hat uns das richtig schwer gemacht. Für die Zuschauer war’s ein tolles Spiel, uns aber hat es reichlich Nerven gekostet.“

Die ersten Nerven ließ er schon in der Anfangsphase, als der HTC gar nicht in die Spur fand. Obwohl Piotrowski glaubte, sein Team gut auf die Freiburger Ganzfeldpresse eingestellt zu haben, reihte sich Ballverlust an Ballverlust. Schnell flatterten die Eisvögel auf 18:5 (5.) davon, erst danach legten die Gäste ihre Nervosität ab und konnten bis zum Viertelende auf 15:22 verkürzen. Im zweiten Abschnitt verteidigten die Hernerinnen besser, in der Offense nahmen Henna Salomaa und Emina Karic das Heft in die Hand und führten den HTC bis zur Pause auf 37:37 heran. Das Spiel konnte von vorn beginnen.

Es entwickelte sich zu einem Krimi erster Güte. Mehrfach setzte sich der HTC auf fünf, sechs Punkte ab, stets kam der USC wieder heran und ging selbst in Führung. Ende des dritten Viertels war es Erica Barnes, die allein mit acht Punkten aus einem 46:48 ein 54:52 machte.

Auch im Schlussviertel lag der HTC meist vorn, bis Freiburg mit einem 5:0-Lauf fünf Sekunden vor Schluss auf 72:70 stellte. Die Halle stand kopf, aber Barnes behielt an der Linie die Nerven und erzwang die Verlängerung, die Kitty Müller mit sechs Punkten eröffnete. Doch der USC konterte erneut, hatte fünf Sekunden vor Schluss beim 86:87 zwei Würfe. Lucet traf nur einen, und mit dem letzten Wurf verhinderte Davis eine zweite Overtime.

07.12.2014 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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