Die Regionalliga Damen kämpft um den Klassenerhalt

Von den letzten 3 Spielen müssen 2 gewonnen werden, um den Klassenerhalt aus eigenen Kräften gewährleisten zu können. Beim Spiel gegen BG Hagen konnten die 2. Damen des HTC die Unterstützung von Caro Van Der Velde und Kitty Müller nutzen. Das Spiel begann nervös, aber Kitty brachte die Sicherheit und traf 9 Punkte (von insgesamt 21). Bis Ende des Viertels fand das Team einen gewissen Rhythmus und mit einem Dreier von Kiki Veith beendete Herne das Viertel (12:18).Im 2. Viertel verlief das Spiel gut und 11 von 12 Spielerinnen konnten ihren Einsatz machen.

Der Vorsprung zu Halbzeit (19:30) war nicht groß, aber der Einsatz vieler Spielerinnen zerrte an den gegnerischen Kräften. „Die 2. Hälfte spielten wir noch stärker, verteidigten hart, machten schnelle Punkte oder schossen Dreier“, so Coach Marcin Dolega. Nach 26 Minuten stand es 21:44 und das Spiel schien zu laufen. „Es ist einfach zu spielen, wenn ein großer Vorsprung, eine tiefe Bank und die Sicherung durch Caro und Kitty gegeben sind. Wir spielten weiter mit viel Druck in der Verteidigung, mit schnellem Umschalten und machten viele Fastbreak Punkte. Am Ende stand ein klarer Sieg von 38:72, der erste Schritt wurde gemacht“, so der Coach abschließend.

„Die Lage“ nicht ernst genug genommen

NBO 92 - ein Gegner, der ähnlich wie Herne um den Abstieg kämpfen musste, war der Herner Gegner am Wochenende.

„Das Hinspiel (zuhause) spielten wir gegen NBO souverän und gewannen mit 28 Pkt. Differenz.

Trotz einiger Informationen und Ansagen während der Trainingswoche über den Gegner - wurde  auch rückblickend betrachtet - alles auf die leichte Schulter genommen...... leider“, so ein enttäuschter Marcin Dolega nach Spielabpfiff.

Ohne die Leistungsträgerin Lucie Friedrich sollte es ein hartes Stück Arbeit werden. Auf dem Aufbau fehlte Miriam Siebert, Kitty Müller konnte leider nicht „aufstocken“ - hatte aber einen wunderbaren familiären Grund („Herzlichen Glückwunsch, Tante Kitty!“). Vor Spielbeginn gab Dolega  Infos zu den Schlüsselspielern von NBO.

Das Spiel war aggressiv (von beiden Seiten) - fing nervös an und keines der Teams konnte sich richtig absetzen. Am Ende des 1.Viertels stand es 16:13 (für NBO). Ähnlich ging es weiter   - Herne konnte zwar erfolgreich verteidigen - schlechte Entscheidungen während des Fastbreaks bauten jedoch keinen Vorsprung aus (Halbzeitstand 25:25).

Im 3.Viertel gab es eine gute Phase, die einen leichten Vorsprung brachte (10:0 Run und 33:39 - für HTC). Leider konnte dieser Vorsprung nicht gehalten werden - am Ende des Viertels stand es 36:39.

Der letzte Abschnitt (4. Viertel) war pure Leidenschaft beider Teams. Es gab nur Verteidigung, kaum Punkte der Teams - 2 Punkte auf jeder Seite in 5 Minuten. Ronja Spießbach traf den ersten Dreier und eröffnete eine Serie aus der Distanz. Der Ausgleich in der 38. Minute 41:41.

2 Punkte von Mirja Goddemeier und souverän verwandelte Freiwürfe von Kirsten Veith - 70 Sekunden vor Schluss.  Wer denkt, das alles in ''trockenen Tüchern'' sei,  liegt falsch.In diesem Abschnitt erfolgten insgesamt 16 (!) Punkte.

Zuerst Höfels für 3, Hernes Antwort von Lisa Dorlöchter für 3! Dann noch mal für 3 von Schönherr. Der HTC lag mit 47:48 vorne und es waren noch 16 Sekunden bis zum Schluss. Ballbesitz an der Grundlinie am gegnerischen Korb. In dieser Spielphase hätte es gereicht den Ball lange zu halten (14 Sekunden). Zu viel Hektik, Ballverlust und Punkte aus dem Fastbreak des Gegners ergab  das 49:48 für NBO. Ein schneller Lauf von Kirsten Veith wurde mit Foul unterbrochen - den 1. Freiwurf verwandelte Kiki zum Ausgleich und den 2. Freiwurf zum Vorsprung. 6 Sekunden bis zum Schluss.

„In der Auszeit wurde angesagt, keine einfachen Punkte zuzulassen. Zur Not foulen, da wir noch keine Teamfoulgrenze erreicht hatten. Ein Skip-pass von der Seitenlinie und ein direkter Dreier aus ca. 8 Metern von Schönherr bestrafte unsere Unaufmerksamkeit. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und haben jetzt eine Mammutaufgabe vor uns - die Kölner zuhause zu schlagen. Wir müssen alle Kräfte mobilisieren und ein wenig Glück haben. Möglich ist alles - vor allem zuhause.“, so Marcin Dolega. 

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