Es hat nicht sollen sein

Leider hat es für die U15-Mädchen des Herner TC nicht ganz gereicht, um den erforderlichen zweiten Platz bei der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft einzunehmen. Bei einem hochklassig mit den vier Topmannschaften aus dem Norden Deutschlands besetzten Turnier in der MCG-Arena in Herne reichte es leider nur zu einem Sieg in den drei zu spielenden Auseinandersetzungen.

Schlussendlich haben sich völlig verdient die beiden Teams aus Berlin-Lichterfelde sowie Göttingen für die in zwei Wochen stattfindende Endrunde zur Deutschen Meisterschaft in Chemnitz qualifiziert. Die hierfür entscheidende Partie aus Herner Sicht war hierbei wohl das erste Spiel gegen die Mannschaft aus Göttingen, welches nach aufopferungsvollem Kampf knapp verloren ging. Dennoch können die Mädchen aus Herne stolz auf die vergangene Saison zurückblicken. Mit deutlichem Abstand zu den anderen Teams wurde bereits im April die NRW-Meisterschaft gewonnen und auch bei der Zwischenrunde konnte der HTC grundsätzlich mit den anderen Teams mithalten - aber wie bereits erwähnt – es hat nicht sollen sein...  

Die drei Begegnungen des Herner TC im einzelnen :

Herner TC – BG 74 Göttingen 74:82 (32:34)
Viertelergebnisse: 14:16 / 18:18 / 19:23/ 23:25

Strozyk (26/1), Oleyniczak (21), Unselt (14), Schulte-Göcking, L.-F. (8), Knobloch (2), Runtemund (2), Zerbe (1),  Hader, L., Kanti, Sahin

Im Vorfeld der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft war bereits absehbar, dass der Sieger dieser Begegnung beste Möglichkeiten auf einen der beiden ersten Tabellenplätze haben würde. Dementsprechend kampfbetont und teilweise auch nervös wurde die Partie auch von beiden Mannschaften angegangen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich während des gesamten Spiels mit mehr als acht Punkten absetzen. Obwohl der HTC während der gesamten Partie meist zurücklag, kam man immer wieder auf ein bzw. zwei Punkte heran. Selbst drei Minuten vor Ende der Partie war der Herner TC beim Spielstand von 74 : 77 noch in Schlagdistanz. Leider kassierte Aufbauspielerin Jenny Strozyk in der 38. Minute ihr fünftes Foul und war danach zum Zuschauen verurteilt. Letztendlich gab wohl auch die in diesem Spiel sehr schwache Freiwurfquote der Herner Mädels den Ausschlag zugunsten des Göttinger Teams. Herne traf bei 36 Versuchen lediglich 17 mal.

Herner TC – RC Borken Hoxfeld 72:67 (40:36)
Viertelergebnisse: 21:18 / 19:18 / 15:19/ 17:12

Strozyk (28/1), Oleyniczak (10), Schulte-Göcking, L.-F. (10), Unselt (8), Knobloch (6), Zerbe (6),   Kanti (2), Runtemund (2), Hader, L., Sahin, Trost

Um weiterhin im Rennen um den zweiten Tabellenplatz zu bleiben war ein Sieg in diesem Spiel Pflicht. Dementsprechend nervös und vorsichtig gingen die HTC-Girls dieses Spiel  an.
In den zwei Begegnungen zur NRW-Meisterschaft konnte die Mannschaft aus Borken jeweils nach großem Kampf bezwungen werden. Auch diesmal verlief die Partie bei ständig wechselnder Führung vom Ergebnis her sehr eng. Zum Ende hin konnte der HTC einen 5-Punkte Vorsprung ins Ziel retten. Damit war klar, ein Sieg im abschließenden Aufeinandertreffen mit dem großen Favoriten aus Berlin-Lichterfelde  könnte doch noch die Teilnahme an der Endrunde zur DM mit sich bringen.

Herner TC – TuS Lichterfelde 52:86 (28:34)
Viertelergebnisse: 15:18 / 13:16 / 11:28/ 13:24

Oleyniczak (17), Unselt (14/3), Schulte-Göcking, L.-F. (11),  Zerbe (5), Hader, L. (2), Runtemund (2), Kanti (1), Hegel, Knobloch, Sahin, Trost

Vielleicht wäre sogar eine Überraschung bzw. ein Sieg gegen Berlin-Lichterfelde möglich gewesen. Aber nachdem bereits zu Beginn der Partie der Ausfall der Leistungsträgerin und etatmäßigen Aufbauspielerin Jenny Strozyk wegen einer Verletzung feststand, waren die Chancen äußerst gering. Dennoch zeigten die Herner Mädchen während des gesamten Matches einen unbändigen Kampgeist und konnten die Begegnung bis zur Halbzeitpause noch ausgeglichen gestalten (Spielstand 28 : 34). Danach ließen immer mehr die Kräfte nach. Lichterfelde war mit einem Kader von nahezu 15-18 fast gleichwertigen Spielerinnen angereist und konnte im Laufe der Partie immer weiter durch wechseln.
Herne hingegen hatte während des gesamten Wochenendes nur 10-11 Spielerinnen zur Verfügung, wobei die meisten auch noch mehr oder weniger schwere Verletzungen zu beklagen hatten. Am Ende fehlte vor allem den Leistungsträgerinnen einfach die Kraft.

Joachim Oleyniczak

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