Gipfeltreffen in der MCG-Arena

„Das wird ein Basketballspektakel“ -Marek Piotrowski freut sich aufs Spitzenspiel

Es ist das Spiel, auf das die Herner Basketball Fans seit Wochen gewartet haben: Wenn am Samstag um 18 Uhr der amtierende Deutsche Meister TSV 1880 Wasserburg das Parkett der MCG-Arena betritt, stehen sich die beiden bisher ungeschlagenen Teams der 1. Bundesliga gegenüber. Der HTC hat den besten Saisonstart aller Zeiten hingelegt, in Marburg seine Überlegenheit demonstriert und ist unter der Woche am Mittwoch mit einem 62:78 Sieg über die TG Neuss unbeschwert ins Pokalachtelfinale eingezogen.

Nur in der ersten Hälfte konnte Neuss mithalten, nach einer deutlichen Halbzeitansprache Marek Piotrowskis zog der HTC uneinholbar davon. 

Von den Damen vom Inn ist man all dies gewohnt, für Herne ist es eine Sensation. Das Wasserburger Team ist für den Fiba-EuroCup zusammen gestellt und dominiert seit Jahren die Liga. Ohne Mühe setze sich die Mannschaft von Bastian Wernthaler im Pokal gegen die TH Wohnbau Angels mit 86:61 durch. Nach dem Spiel in Herne steht die erste Partie im EuroCup gegen PEAC-Pécs aus Ungarn an. „Wasserburg hat wieder eine sehr gute Mannschaft, vom Trainerstab über alle Positionen im Team. Man nennt sie nicht umsonst die Riesinnen vom Inn, uns mit ihnen zu vergleichen fällt schwer. Wir wollen unsere Außenseiterrolle wahrnehmen, versuchen an der Sensation zu knabbern. Das wird ein Basketballspektakel,“ freut sich Marek Piotrowski bereits auf das Gipfeltreffen, und auch sein Kollege Wernthaler ist euphorisch: „Das wird ein enges Spiel gegen einen Mitfavoriten um die Meisterschaft. Wir können es nicht erwarten!"

Topscorerin im Wasserburger Team mit durchschnittlich 16,5 Punkten ist die amerikanische Centerin Emma Cannon. Mit Anne Breitreiner, Svenja Brunckhorst und Stepahnie Wagner stehen gleich drei deutsche Nationalspielerinnen im Kader, doch den Blick auf einzelne Spielerinnen zu fokussieren wäre töricht, ist das Team doch auf allen Positionen brandgefährlich. Die HTC-Damen stehen vor ihrer größten Hürde, sind auf die volle Unterstützung ihrer Fans angewiesen. „Diese Partie ist mehr als eine reizende Aufgabe, das wird sehr emotional. Dass Wasserburg schlagbar ist, haben wir letztes Jahr gezeigt, aber wir dürfen uns keine Fehler erlauben um unsere Chance zu wahren. Gegen 20 Uhr wird sich dann zeigen, wer in der Tabelle die Nummer eins im Land ist“, so Marek Piotrowski.

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