Herner TC kämpft vergeblich beim TV Saarlouis Royals

Mit 58:65 verliert der Herner TC in Saarlouis. Für die Chance aufs Weiterkommen muss das Team das zweite Spiel am Freitag gewinnen.

TV Saarlouis Royals - Herner TC 58:63 (20:17, 19:20, 14:8, 12:13)

Aus dem Bus kurz vor Saarlouis schickte der Herner TC einen Gruß ins Soziale Netzwerk – Stichwort: „Play-Offs, Baby“. Ein paar Stunden später war klar, dass die Hernerinnen in der ersten Runde das Play-Off-Komplettprogramm bekommen, schon Begegnung zwei gegen Saarlouis wird ein „Do or die“-Spiel. Die erste Partie haben die Hernerinnen mit 58:65 (37:39) beim TV Saarlouis Royals verloren, und in der zweiten Begegnung am kommenden Freitag in Herne fällt dann die Entscheidung über – im Siegfalle – Spiel drei oder – im Falle einer Niederlage – das Saisonende in der ersten Play-Off-Runde.

Über weite Strecken lief die Begegnung knapp – Play-Offs, Baby –, aber im dritten und vierten Durchgang konnten sich die Gastgeberinnen die Punktevorteile erspielen, die an diesem Tag den Ausschlag geben sollten.
In den ersten zwei Abschnitten hatten sich die Hernerinnen zwischenzeitlich gute Ausgangspositionen herausgespielt, konnten sich aber nicht von den Gastgeberinnen lösen.
Am Ende des Spiels, so Marek Piotrowski, hätten Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Aber einen schweren Schlag, so der HTC-Trainer, habe sein Team am Pokalwochenende verkraften müssen. Die Verletzung von Haiden Palmer aus dem Halbfinalspiel gegen Keltern stellte sich als Innenbandriss heraus, sie muss mehrere Monate pausieren: „Durch diesen Ausfall war es für uns schwer, ohne Haiden Palmer als Kopf der Mannschaft.“

Die Hernerinnen starteten mit der Formation Bellock, Amojo, Karic, Greinacher und Dikes in die Begegnung. Nach der 14:10-Führung für Saarlouis durch Angela Tisdale trafen Kristi Bellock, zweimal per Freiwurf, Rachel Arthur mit einem Dreier und Ireti Amojo zur 17:16-Führung des HTC, aber die Gastgeberinnen punkteten bis Viertelschluss noch zur eigenen 20:17-Führung.
Auch im zweiten Durchgang kämpften sich die Hernerinnen nach vorne, machten aus einem 21:27 eine eigene 37:31-Führung durch einen Drei-Punkte-Wurf von Ines Kerin, um Saarlouis dann in einen 8:0-Lauf zu lassen – 39:37 hieß es für die Royals zur Pause.
Im dritten Viertel trafen die Gäste für nur acht Punkte, dafür war in diesem Abschnitt Angela Tisdale nur schwer zu stoppen und für die Royals erfolgreich, sie traf Dreier auch aus weiterer Distanz.

Mit einem 45:53-Rückstand startete Herne ins Schlussviertel, und bis zur 35. Minute schlossen die HTC-Basketballerinnen wiederum auf, lagen mit nur noch vier Punkten zurück (55:59). Aber dann entschieden die Kleinigkeiten. Zwei Freiwürfe von Helena Eckerle, ihre zwei Zähler dieses Tages für Saarlouis, waren drin zum 61:55, und anschließend war für Herne nur noch Ireti Amojo mit einem Dreier zum 58:63 knapp 20 Sekunden vor Schluss erfolgreich.
Damit brauchen die Hernerinnen am Freitag einen Sieg für ein drittes Spiel. „Wir haben eine ordentliche Partie gemacht.Wir werden am Freitag alles dafür tun, um Spiel drei zu erreichen“, so Hernes Trainer Marek Piotrowski.

Saarlouis: Adams (11/1 Dreier), Brodersen (7/1), Durett (13), Eckerle (2), Meynadier, Mossong (4), Niedola (9), Tisdale (19/4), Groß.

Herne: Amojo (12/2 Dreier), Arthur (8/2), Bellock (14), Dikes, Greinacher (17), Karic, Kerin (3/1), Mahlknecht (2), Takács (2), Van der Velde.

02.04.2017 / Stephan Falk / WAZ Herne

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