Herner TC ringt die Panthers nieder

Hart erkämpfter 65:55-Sieg macht Vier-Punkte-Wochenende perfekt. Nach guten Phasen verlieren die HTC-Damen mehrfach den Faden.

Hart erkämpfter 65:55-Sieg macht Vier-Punkte-Wochenende perfekt. Nach guten Phasen verlieren die HTC-Damen mehrfach den Faden.

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Dass die HTC-Damen auch ohne zwei fest eingeplante Amerikanerinnen klasse Basketball spielen können, hatten sie am Freitagabend in der zweiten Halbzeit in Chemnitz bewiesen. An diese Leistung konnten sie keine 44 Stunden später in eigener Halle nicht ganz anknüpfen. Doch es reichte, den tapferen Aufsteiger aus Osnabrück nach einem engen, heiß umkämpften Spiel niederzuringen.

Herner TC - GiroLive Panthers Osnabrück 65:55  (Viertel: 20:21, 16:15, 12:11, 17.8.)

HTC: Greinacher (16/1 Dreier), Davis (14, 12 Reb.), Slavova-Naneva (11, 10 Reb.), Amojo (6), Van der Velde (6), Karic (6), Müller (4), Mersch (2), Lappenküper, Sola.

Wurfquote: Feld: 38 %) (27/72). Freiwurfquote: 90 % (9/10). Rebounds: 51 (32 defensiv, 19 offensiv).

Osnabrück: Rees (18/1), McDaniel (16), Thomas (13/1), Flasarova (5/1), Kovacevic (3/1), Wellers, Müller, Knopp, Dölle, Eihmeyer.

Wurfquote: 36 % (22/61). Freiwurfquote: 78 % (7/9). Rebounds: 35 (26 defensiv, 9 offensiv).

Und nur das zählte für Marek Piotrowski. „Riesenkompliment an die Mannschaft. In dieser Konstellation und mit der langen Reise in den Knochen hat sie sich zusammengerissen. Sie hat Willen gezeigt und sich den Sieg erkämpft. Das ist das Wichtigste, und das macht mich stolz“, lobte der HTC-Coach. Dass gerade in der Offense manches nicht klappte, war für ihn entschuldbar. „Wir wollten am Wochenende vier Punkte, jetzt haben wir vier Punkte. Alles andere kommt noch.“

Anfangs schien es, als könne der HTC seine Gäste überrennen. Aus einem 0:3 machten die Hernerinnen binnen zwei Minuten eine 10:3-Führung (3.), um danach aber den Faden wieder zu verlieren. In den folgenden sechs Minuten gelangen ganze zwei Körbe durch Caroline Van der Velde und Ireti Amojo, so dass die Gäste vor allem dank Katelyn McDaniel und Jasmine Thomas die Führung übernahmen (14:19/9.). Sechs Punkte von Amojo und Sonja Greinacher (4) brachten den HTC zur Viertelpause wieder auf Schlagdistanz.

Auch im zweiten Abschnitt wechselten bei Herne gute mit weniger guten Phasen. Immer wenn sich die Piotrowski-Schützlinge einen kleinen Vorsprung erkämpft hatten, ließen sie es wieder schleifen, verweigerten freie Würfe, trafen falsche Entscheidungen oder leisteten sich unnötige Ballverluste. So ging es mit 36:36 in die Kabinen.

Heraus kam die Hernerinnen wie verwandelt. Binnen 60 Sekunden packten sie sieben Punkte auf ihr Konto (43:36/23.), um wenig später erneut einzubrechen. Mal ließen sie die 24-Sekunden-Uhr ablaufen, mal fanden sie beim Einwurf in fünf Sekunden keine Adressatin, dann schenkten sie Bälle durch Risikopässe her. Weil die Defense nun aggressiver arbeitete und sich auch die Panthers Fehler erlaubten, blieb das Spiel aber immer eng.

Das Schlussviertel eröffnete Skye Rees mit einem Korb zur letzten Osnabrücker Führung (48:49). Ihren Bonusfreiwurf vergab die Amerikanerin. Hernes Gegenangriff schloss Greinacher erfolgreich ab und eröffnete einen 8:0-Run zum 56:49 (34.), den die Gäste nicht mehr kontern konnten. Als Kitty Müller den HTC mit zwei Freiwürfen zum 62:51 erstmals zweistellig in Führung brachte, waren die Panther gezähmt. Letztlich war es der Sieg eines Teams über einen Gegner, für den die drei US-Girls 47 der 55 Punkte erzielten.

04.10.2015 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer


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