Herner TC verliert das Topspiel knapp

Vor dem Spiel hatte Marek Piotrowski, Trainer des Herner TC, gesagt: Man werde sehen, inwieweit der Spitzenreiter TV Saarlouis Royals und das junge Herner Team voneinander entfernt sind. An diesem Samstagabend wenig bis gar nicht. 69:71 (42:43) verloren die Hernerinnen zwar gegen den Tabellenführer.

Herner TC - TV Saarlouis Royals: 69:71 (19:17, 23:26, 9:15, 18:13)

Sie waren in dieser Begegnung aber zwischenzeitlich mehr als gleichauf. Es ist ein Spitzenspiel geworden, das nicht allein wegen der Tabellenkonstellation Dritter gegen Erster das Topspiel-Siegel verdient hatte.

Marek Piotrowskis Fazit: „Sehr schade. Saarlouis war heute für uns schlagbar. Sie sind vielleicht abgezockter, waren aber in unserer Reichweite.“

Es gab eine kurze Phase während dieser Begegnung, im letzten Viertel, da war es das Team aus Saarlouis, das einmal auf eine zweistellige Punktzahl wegzuziehen konnte. Sandra Hasahya Ngoie brachte den Ball aus der Distanz für drei Punkte durch die Reuse zum 61:51 für die Royals. Eine Momentaufnahme innerhalb dieser Begegnung.

Denn die Hernerinnen blieben dran und lieferten einen Schlussspurt, der die Zuschauer noch weit vor Beginn der Schlussminute dieses Spiels von ihren Sitzplätzen in die Senkrechte zog.

Es war der 55:61-Korb von Ireti Amojo, der den Herne TC wieder auf den Weg Richtung Reichweite brachte. Kristi Bellock für zwei, ein Dreier von Ines Kerin: 60:61 in der 35. Spielminute, und Ines Kerin brachte später auch den Wurf zur Herner 64:63-Führung durch die Reuse.

Aber Saarlouis punktete dagegen an durch zwei Freiwürfe von Sonja Meynadier und einen Dreier von Angela Tisdale zur eigenen 68:64-Führung. Herne schloss durch Ireti Amoyo und ihren Dreier Herne noch mal auf einen Punkt auf, aber Angela Tisdale traf auch noch mal für drei (71:67 für Saarlouis) – abgezockt, gerade in dieser Phase.

Sonja Greinacher brachte die Hernerinnen noch mal auf zwei Punkte heran, Herne hatte auch noch mal die Chance zum Ausgleich, aber Kristi Bellocks Versuch saß nicht, es blieb beim 69:71.

In einigen Szenen, so Piotrowski, hätte er sich von seinen Akteurinnen ein körperbetonteres Spiel gewünscht. Ärgerlich: In einer vor allem Ende des ersten, Anfang des zweiten Viertels starken ersten Hälfte hatte sich sein Team einen Vorsprung von acht Punkten herausgeworfen (33:25 durch den Korb von Caroline Van der Velde), ließ sich diesen bis zur Pause aber wieder abnehmen. Mit 42:43 aus Herner Sicht ging es in die Kabinen. Und später, ganz am Ende, war Saarlouis an diesem Abend schließlich für zwei Punkte Vorsprung abgezockter. Das Royals-Team feierte den sechsten Sieg im sechsten Spiel.

HTC: Dikes (5), Amojo (9/1 Dreier), Bellock (11), Kerin (10/2), Palmer (9/1), Takács (5/1), Van der Velde (2), Greinacher (14), Arthur, Mahlknecht (4), Pooch (n.e.), Krizanovic (n.e.). Royals: Niedola (19), Brodersen, Hasahya Ngoie (6/2), Meynadier (2), Eckerle, Tisdale (12/2), Wimmer, Smalls (13), Mokube (19).

23.10.2016 / WAZ Herne / Stephan Falk

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