Herner TC verliert knapp das erste Halbfinalspiel

Es ist Playoff-Zeit, die Zeit der besonderen Spiele, und solch eines lieferte der Herner TC ab beim ersten Halbfinalspiel der DBBL-Playoffs. Bei den TV Saarlouis Royals verlor die Mannschaft von Trainer Marek Piotrowski mit 59:62. Drei Punkte Unterschied: Nicht nur deshalb hat Piotrowksi sein Team „auf Augenhöhe“ gesehen.

TV Saarlouis - Herner TC 62:59

Fürs zweite Spiel am kommenden Freitag (19 Uhr) in eigener Halle ist dieses knappe Resultat noch mal Ansporn genug: „Wir werden alles dafür tun und versuchen, das dritte Spiel zu erreichen“, so Trainer Marek Piotrowski.

Der Trainer und sein Team mussten in Saarlouis erst mal Rückschläge verkraften. Auf drei Spielerinnen musste Piotrowski verzichten. Kristi Bellock und Radostina Slavova-Naneva waren verletzt, und dann musste auch Emina Karic frühzeitig passen. Sie klagte über Schmerzen und verließ die Begegnung vorzeitig, hatte nur 6:20 Minuten auf dem Feld gestanden.

Die Gastgeberinnen starteten besser in diese Begegnung, in dem beide Teams in einige Szenen Nervosität zeigten. Das erste Viertel ging mit 21:14 an Saarlouis. Aber die Hernerinnen spielten sich im zweiten Abschnitt auch nach Punkten in die Begegnung hinein, holten sich mit einem 7:0-Lauf und 20:10 das zweite Viertel und eine 34:31-Pausenführung. Die leichten Vorteile hielten bis ins dritte Viertel hinein, nach dem Saarlouis aber ausgleichen konnte (46:46).

Bis zur Zielgeraden ließen sich die Hernerinnen nicht abschütteln. Lea Mersch konnte mit einem Dreier auf 57:60 verkürzen, da waren noch 23 Sekunden auf der Uhr. Im Gegenzug zwei verwandelte Freiwürfe durch Saarlouis, 57:62 aus Herner Sicht, aber Herne wollte unbedingt dranbleiben. Whitney-Erinn Boddie versuchte den Dreier, wurde dabei gefoult und bekam drei Freiwürfe. Die ersten beiden verwandelte sie, nur noch drei Punkte Rückstand, Der dritte landete an Brett und Ring, Sonja Greinacher holte sich den Rebound und Whitney-Erinn Boddie hatte noch einmal aus der Distanz die Chance auf drei Punkte, ihr Wurf verfehlte aber.

Saarlouis, der Vizemeister, habe in dieser Begegnung auch seinen Heimvorteil genutzt – am Freitag bekommen die Hernerinnen in eigener Halle eine Chance. Die wollen sie nutzen. Schließlich, so Piotrowski: „Gegen Halle haben wir schon gezeigt, dass wir mit dieser Drucksituation umgehen können.“

HTC:Takács, Boddie (11), Mersch (11/1 Dreier), Fikiel (19/1), Amojo (10/2), Greinacher (8), Lappenküper, Van der Felde

10.04.2016 / WAZ Herne / Stephan Falk

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