Homogenes Herner Team bändigt die Löwinnen

Ungefährdeter 75:61-Sieg bei den Halle Lions bringt die HTC-Damen ihrem Ziel ganz nahe. Der Herner Erfolg zeichnet sich früh ab.

SV Halle Lions - Herner TC 61:75 (16:27, 13:16, 15:19, 17:13)

Lions: Tarasava (25/1 Dreier), McCarthy (12, 13 Rebounds), Horn (10), Henningsen (5/1), Engeln (4), Yancheva (2), Pressley (2), L. Schinkel (1), Hartmann, J. Schinkel, Büschel, Müller, Hebecker.

Feldwurfquote: 39 % (25/64). Freiwurfquote: 60 % (9/15). Rebounds: 39 (25 defensiv, 14 offensiv).

HTC: Amojo (21/3), Greinacher (17, 12 Reb.), Mersch (10), Bellock (9/1), Fikiel (6), Takács (5), Van der Velde (4), Slavova-Naneva (3/1), Lappenküper.

Feldwurfquote: 45 % (30/66). Freiwurfquote: 76 % (10/13). Rebounds: 39 (30 defensiv, 9 offensiv).

Hausaufgaben erledigt, und wie! Mit einer großartigen Teamleistung entschieden Hernes Bundesliga-Basketballerinnen die Partie beim Tabellensechsten souverän für sich und schufen damit beste Voraussetzungen, die Hauptrunde auf Rang drei abzuschließen. Sollte das mit einem Derbysieg über NB Oberhausen am kommenden Samstag gelingen, ginge es in der ersten Play-Off-Runde mit großer Wahrscheinlichkeit erneut gegen die Halle Lions. Das Hinspiel wird dann am Ostersonntag in Herne stattfinden, die zweite Begegnung am 1. April um 20 Uhr in Halle. Sollte ein drittes Spiel nötig werden, geht es am Sonntag, 3. April, in der MCG-Arena um die Wurst.

Mit den Lions als Gegner könnten sich die HTC-Damen schon anfreunden. Das eher wilde Spiel der Löwinnen, das sehr stark auf Einzelaktionen von Tarasava und McCarthy abhebt, kommt ihrer teamorientierten Spielweise durchaus entgegen. Das zeigte sich schon beim Hinspielsieg, und das war auch in der mit fast 600 Zuschauern üppig gefüllten Erdgas-Arena früh erkennbar. Die Lions erwischten zwar den besseren Start (6:2/2.), aber der HTC ließ sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und übernahm schnell das Ruder. Gekonnt ließen die Hernerinnen den Ball durch ihre Reihen laufen und spielten sich freie Würfe heraus, die sie auch hochprozentig nutzten. Und in der Defense setzten mal Lea Mersch, mal Ireti Amojo oder Anna Lappenküper der Lions-Alleinunterhalterin Tarasava derart zu, dass die Weißrussin gerade von der Dreipunktlinie eine für sie unterirdische Quote (1 von 8) zustande brachte.

So blieb das 8:7 (4.) die letzte Führung der Lions. Zwei Korbleger von Kata Takács und ein Feldkorb der groß aufspielenden Amojo brachten Herne mit 13:8 (6.) nach vorn, und in der Schlussphase des ersten Viertels wuchs der Vorsprung in den zweistelligen Bereich. Dabei blieb es auch im kompletten zweiten Abschnitt, in dem sich die Gäste bis auf 17 Punkte absetzten (26:43/19.). ehe sie sich einen kleinen Hänger erlaubten. Drei Punkte vor und sechs nach der Pause brachten das Team von Rene Spandauw noch einmal in Schlagdistanz (35:43/22.), aber Kristi Bellock und Lea Mersch konterten mit einer 7:0-Serie zum 35:50 (25.).

Das Spandauw-Ballett hatte ausgetanzt, der HTC brachte den Sieg ungefährdet ins Ziel. „Wir hatten das Spiel komplett im Griff. Das war eine starke Teamleistung“, lobte Marek Piotrowski. Besonders freute sich der HTC-Trainer über Caroline Van der Velde und Anna Lappenküper. „Caro hatte zuletzt schon stark trainiert und hat das bestätigt. Aber auch Anna war richtig gut.“

06.03.2016 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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