HTC-Damen entzaubern Marburg

Sechster Sieg im sechsten Spiel: Beim überlegenen 76:45 in Marburg lieferten die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC ihre vielleicht stärkste Partie dieser Saison und zeigten sich für das Gipfeltreffen mit Meister Wasserburg am Samstag bestens gerüstet.

BC Pharmaserv Marburg - Herner TC 45:76

Viertel: 10:19, 14:24, 15:16, 6:17.

BCM: Schaake (12/1 Dreier), Zackery (9), Thimm (6), Rodefeld (5/1), Pierce (5), Crowder (4), Koop (2), Köppl (2), Masek, Schwarzkopf, Winterhoff. Wurfquote Feld: 33 % (18(53). Freiwurfquote: 70 % (7/10). Rebounds: 36 (28 defensiv, 8 offensiv).

HTC: Amojo (22/1), Wright (15), Salomaa (10/2), Karic (10/2), Davis (8), Barnes (4), Müller (4), Slavova-Naneva (3), Van der Welde. Wurfquote Feld: 44 % (27/61). Freiwurfquote: 70 % (17/24). Rebounds: 34 (25 defensiv, 9 offensiv).

Souveräner kann man nicht gewinnen. Über die vollen vierzig Minuten demonstrierten Hernes Basketballerinnen in Marburg ihre Überlegenheit und fuhren im sechsten Spiel ihren sechsten Sieg ein. „Das hat Spaß gemacht. Wir haben Marburg bei 45 Punkten gehalten und gerade in der Verteidigung alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, zollte Trainer Marek Piotrowski seinem gesamten Team ein dickes Lob. „Wir sind gewappnet für Wasserburg, auch wenn das ein ganz anderes Kaliber ist.“

Das dürften sie auch bei den „Riesinnen vom Inn“ nicht anders sehen. So wie sich der HTC in der hessischen Uni-Stadt präsentierte, ist er derzeit das Team, das dem Meister am ehesten gefährlich werden könnte. Nachdem Ireti Amojo die ersten drei Punkte erzielt hatte, gab Herne die Führung nie mehr her, baute sie vielmehr schnell auf 10:2 (4.) aus und lag schon nach dem ersten Viertel mit 19:10 vorn. Mit der gleichen Schlagzahl ging es im zweiten Abschnitt weiter: Über 23:13 (14.), die erste zweistellige Führung, setzten sich die Gäste immer weiter ab und konnten sich schon zur Pause beim 43:24 ihres Sieges ziemlich sicher sein.

Was auf dem Parkett zu sehen war, ist mit dem Begriff „Klassenunterschied“ adäquat beschrieben. Der HTC zeigte eine überragende Team-Defense, gestattete den Marburgerinnen kaum freie Würfe und griff bei den Rebounds entschlossen zu. Entweder folgten leichte Punkte per Fastbreak, oder die Hernerinnen zogen ein schnelles Passspiel auf und kreierten gute Wurfmöglichkeiten, die hochprozentig genutzt wurden. Beteiligt daran waren alle Spielerinnen, wobei sich Amojo, Emina Karic und Henna Salomaa besonders hervortaten. „Man sieht, dass unsere Verletzten Anschluss finden und unsere Rotation größer wird“, freute sich Piotrowski und schloss auch Radostina Slavova-Naneva ein, die eine sehr gute Defense spielte.

Auch nach der Pause hatte der HTC jederzeit alles unter Kontrolle. Vom deprimierenden 30-Punkte-Rückstand (28:58/26.) konnte Marburg in einem kurzen Aufbäumen noch einmal ein Drittel abknabbern (39:59/30.), doch Herne legte wieder zu und punktete fast nach Belieben. Wasserburg kann kommen, die Vorfreude wächst.

26.10.2014 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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