HTC-Damen feiern sechsten Sieg in Serie

Auch mit dezimiertem Team eilen die HTC-Damen in der Bundesliga von Sieg zu Sieg. Im Marburg setzten sie sich verdient mit 70:62 durch.

BC pharmaserv Marburg - Herner TC 62:70 (10:11, 10:18, 19:20, 23:21)

BCM: Baker (15), Greunke (9/1 Dreier), Gaudermann (8/2), Thimm (8), Schaake (6), Yohn (6), Benet Edo (6), Lee (4), Köppl, Schwarzkopf.

Feldwurfquote: 34 % (23/67). Freiwurfquote: 81 % (13/16). Rebounds: 42 (27 defensiv, 15 offensiv).

HTC: Greinacher (17), Mersch (14/1), Davis (13/3), Amojo (11/1), Slavova-Naneva (8), Karic (7), Van der Velde, Harris, Lappenküper, Sola.

Feldwurfquote: 41 % (25/60). Freiwurfquote: 100 % (15/15). Rebounds: 38 (31 defensiv, 7 offensiv).

Auch der starke Tabellenfünfte aus der alten Universitätsstadt Marburg konnte den Siegeszug der Herner Bundesliga-Basketballerinnen nicht bremsen. Mit bissiger Defense, hohem Tempo und phasenweise auch sehenswerten Passfolgen landeten die HTC-Damen ihren sechsten Sieg in Serie und können den nun folgenden Aufgaben gegen die noch ungeschlagenen Topteams aus Wasserburg und Keltern gelassen entgegensehen. „Es ist gut, dass wir aus diesen drei schweren Spielen bereits zwei Punkte geholt haben“, war auch HTC-Trainer Marek Piotrowski zufrieden. „Das macht uns froh und auch ein bisschen stolz. Aber es war noch lange nicht alles toll. Wir haben viele Fehler gesehen, an denen wir noch arbeiten müssen.“

In erster Linie meinte er damit die schwache Feldwurfquote in der ersten Hälfte, als der Marburger Korb zeitweise wie vernagelt schien. „Wenn wir nicht so viele Bälle verlegt hätten, wäre zur Pause eine höhere Führung möglich gewesen“, so Piotrowski – verschwieg allerdings, dass die Gastgeberinnen noch zittrigere Hände hatten und bis zur Halbzeit nur 26 Prozent (Herne 31 Prozent) ihrer Würfe ins Ziel brachten.

Besonders frappierend war die allgemeine Wurfschwäche in der Zeit um die erste Viertelpause herum, als in fünf Minuten nur Tonisha Baker zum 12:11 für Marburg traf (12.). Erst zwei Freiwürfe von Ireti Amojo ließen beim HTC den Knoten wieder platzen. Binnen weniger Sekunden legten Quenice Davis und Amojo zwei Dreier nach, und der HTC hatte sich erstmals leicht abgesetzt (12:19/15.). Doch wie gewonnen, so zerronnen: Dem 8:0-Run folgte ein 0:8, und plötzlich hatte der BCM die Nase wieder vorn (20:19/18.). Aber auch diesmal schlug das Pendel postwendend wieder um. Jetzt ergriff Lea Mersch die Initiative und eröffnete mit zwei Körben einen Herner 10:0-Lauf zur 29:20-Pausenführung, die Svenja Greinacher mit fünf schnellen Punkten nach Wiederbeginn sogar auf 34:20 (21.) ausbaute.

Das war die Vorentscheidung. Marburg gab zwar nie auf, traf nun auch besser und konnte den Rückstand schnell in den einstelligen Bereich reduzieren (26:34/22.), aber sobald es eng wurde, schlug der HTC blitzschnell zurück, mal durch Fastbreaks, mal aus dem Setplay durch fein herausgespielte Würfe, mal aus der Distanz. Und als Marburg zum letzten Mittel griff und sein Heil in schnellen Fouls suchte, blieben die HTC-Damen an der Freiwurflinie fehlerlos und schaukelten den verdienten Sieg sicher nach Hause.

01.11.2015 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

 

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