HTC-Damen starten mit Sieg gegen Freiburg

Sonja Greinacher und Haiden Palmer führen das gut funktionierende Herner Team zum einem ungefährdeten 72:66-Erfolg. Entscheidung fällt im dritten Viertel.

Herner TC - Eisvögel USC Freiburg 72:66

Viertel: 18:17, 22:18, 17:7, 15:24.

HTC: Greinacher (22/2 Dreier), Palmer (15/3, 9 Reb.), Amojo (11/2), Dikes (8/1), Bellock (7), Kerin (3/1), Mahlknecht (3), Takács (3), Van der Velde, Karic, Arthur.

Wurfquote: 41 % (23 von 56); Freiwurfquote: 74 % (17/23); Rebounds: 34 (21 defensiv/13 offensiv); Turnover: 20.

USC: McCarthy (16), Vukoje (15/3), Sabally (15/1), Learry (10, 14 Reb.), Ilmberger (6), Mestdagh (2), Quedraogo (2), Hoffmann, Hodapp, Rodefeld.

Wurfquote: 42 % (23/55); Freiwurfquote: 76 % (16/21); Rebounds: 29 (20 def., 9 off.); Turnover: 20.

Strahlend klatschten die HTC-Basketballerinnen ihre Fans ab, und auch den Verantwortlichen stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: Der Start in die Bundesligasaison ist gelungen, die ersten Punkte stehen auf der Habenseite. Wie dieser am Ende zwar knappe, im Grunde aber nie gefährdete Erfolg über Freiburg einzuschätzen ist, werden aber erst die nächsten Wochen zeigen. Immerhin, ein Anfang ist gemacht, es lässt sich gut an.

Mit Haiden Palmer auf der Eins stand nur einer der fünf Neuzugänge in der Starting Five, für die HTC-Headcoach Marek Piotrowski zudem Ireti Amojo, Emina Karic, Kristi Bellock und Sonja Greinacher nominiert hatte. Vor allem „Sunny“ Greinacher war gleich gut im Spiel, versenkte ihre ersten beiden Würfe und brachte den HTC mit 4:0 nach vorne. Ruhe brachte das aber nicht in die Herner Aktionen, die im ersten Viertel oft etwas hektisch wirkten. Palmer drückte mächtig aufs Tempo, aber nicht immer konnten ihre Mitspielerinnen umsetzen, was ihr Guard initiieren wollte. So häuften sich die Ballverluste, so dass die Eisvögel die Führung übernehmen (8:11/5.) und das komplette erste Viertel offen gestalten konnten.

Den zweiten Abschnitt eröffnete Palmer mit ihrem ersten Korb für den HTC, dem sie nach tollem Greinacher-Assist sofort den zweiten folgen ließ. Als in der 14. Minute auch ihr Dreier zum 25:19 durch die Reuse rauschte, war die 25-jährige US-Amerikanerin endgültig in Herne angekommen und Chefin auf dem Feld. Ines Kerin per Dreier und Greinacher mit zwei Freiwurfpunkten erhöhten auf 30:19 (16.).

Herne schien drauf und dran, sich vorentscheidend abzusetzen, zumal die aggressive Defense den Eisvögeln kaum noch gute Wurfgelegenheiten anbot. Über Freiwürfe aber kamen die Gäste doch wieder ins Spiel zurück. Als die in dieser Phase überragende Satou Sabally nach sieben Treffern ihren achten Freiwurf vergab, nach Offensivrebound dann aber einen Dreier zum 35:33 (20.) versenkte, war alles wieder offen.

Nach der Pause aber setzte sich der HTC doch kontinuierlich ab. Trainer Piotrowski hatte Zhane Dikes neben Palmer aufs Parkett beordert, und das zahlte sich aus. Mit schnellen Händen und einem guten „Riecher“ für die Freiburger Passwege stiebitzen sie den Eisvögeln etliche Bälle, was nicht nur die flinken US-Guards, sondern auch Bellock und Amojo in Punkte ummünzten. Bei Freiburg hielt nur noch Kristen McCarthy richtig dagegen – zu wenig, um den vorentscheidenden 15-Punkte-Rückstand (42:57) vor dem Schlussabschnitt zu verhindern.

Im letzten Viertel häuften sich die Fehler auf Herner Seite wieder. Mal wurde zu schnell und unüberlegt abgeschlossen, mal die 24-Sekunden-Uhr übersehen. So schmolz der Vorsprung zwar langsam, aber stetig. Als die Gäste beim 62:55 (34.) wieder Hoffnung schöpften, war es erneut Palmer, die mit einem feinen Dreier die Nerven von HTC-Spielerinnen und Anhängern beruhigte. Und nach Greinachers Distanzwurf zum 70:58 (38.) konnten sich die Fans langsam fertig machen zum Jubeln. Wenig später war es so weit, glücklich strahlende HTC-Spielerinnen konnten die Glückwünsche ihrer Fans entgegennehmen.

Auch Marek Piotrowski schmunzelte erleichtert. „Freiburg hat guten Basketball gespielt und ist immer wieder zurückgekommen. Es war ein sehr intensives Spiel und ein verdienter Sieg. Meckern kann man zwar immer, aber für den ersten Spieltag bin ich zufrieden.“

25.09.2016 WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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