HTC-Damen stutzen den Eisvögeln die Flügel

Hernes Bundesliga-Basketballerinnen beenden das Jahr mit einem souveränen 83:61-Sieg in Freiburg und klettern auf den vierten Tabellenplatz.

Eisvögel USC Freiburg - Herner EV 61:83 (21:20, 15:24, 14:17, 11:22)

USC: Sabally (19/1 Dreier), Leary (12, 15 Rebounds), Ilmberger (9), Vukoje (7), Rodefeld (5), Hoffmann (5), McCarthy (4), Hodapp, Schipek, Quedraogo.

Statistik: Wurfquote 34 % (22/64); Freiwurfquote 57 % (15/26); Rebounds 45 (24 def., 21. off.), Turnover 21; Assists 8.

HTC: Bellock (17, 11 Reb.), Palmer (16/2), Amojo (15), Dikes (12/1), Mahlknecht (6), Takács (6), Kerin (5/1), Van der Velde (4), Arthur (2).

Statistik: Wurfquote 49 % (33/67); Freiwurfquote 76 % (13/17); Rebounds 36 (25 def., 11 off.); Turnover 15; Assists 18.

Die HTC-Damen haben einen schönen Schlusspunkt unter ein ereignisreiches Basketballjahr gesetzt. Mit einer konzentrierten und geschlossenen Teamleistung setzten sie sich zum Rückrundenauftakt der 1. Bundesliga in Freiburg unerwartet deutlich durch, kletterten auf den vierten Platz und können sich nun zufrieden ein paar freie Tage gönnen.
Auch ohne die verletzten Emina Karic und Sonja Greinacher hatten die Hernerinnen die Partie beim Tabellensiebten fast über die gesamten 40 Minuten im Griff. Das deutete sich gleich zu Beginn an, als die Gäste bis auf 16:9 (6.) davonzogen. USC-Trainer Bozic sah sich zur ersten Auszeit genötigt – und erlebte danach die vielleicht beste Phase seines Teams, das den Rückstand verkürzte und das Viertel mit einer 5:0-Serie zur ersten und einzigen Freiburger Führung (21:20) abschloss.
Doch den HTC beeindruckte das wenig. Hatten sich zuvor Ireti Amojo (9), Haiden Palmer (7) und Kristi Bellock (4) die Herner Punkteausbeute geteilt, drückten dem zweiten Viertel Kata Takács und besonders Zhane Dikes ihren Stempel auf. Sie eröffneten den Abschnitt mit einem 5:0-Lauf zum 21:25 (11.), zwei Freiburger Körbe zum Ausgleich beantwortete Dikes mit fünf weiteren Punkten zum 25:30 (13.) Und diesmal blieben die Hernerinnen dran, erlaubten sich keine Schwäche. Im Gegenteil. Noch vor der Pause baute der HTC die Führung in den zweistelligen Bereich (28:40/18.) aus.
Bis zur Halbzeit kamen die Eisvögel noch etwas näher heran, und als sie später auf 46:50 (24.) verkürzten, roch es kurze Zeit doch nach einer Wende. Bis Kristi Bellock das Heft in die Hand nahm. Energisch griff sie sich einen Offensivrebound, verwandelte mit Foul, versenkte den Bonusfreiwurf und legte gleich zwei Körbe nach. Damit waren den Eisvögeln die Flügel gestutzt, und nach zwei Körben von Caro Van der Velde blieb Herne durchgängig zweistellig vorne. „Das war ein schöner Abschluss, zu dem alle beigetragen haben“, lobte HTC-Headcoach Marek Piotrowski das gesamte Team. „Wir sind sehr zufrieden und können jetzt in Ruhe Weihnachten feiern.“

18.12.2016 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

Zurück