HTC-Damen ziehen ins Viertelfinale ein

Die Damen des Herner TC haben das Pokalviertelfinale erreicht. Auch im zweiten Derby binnen acht Tagen konnte NB Oberhausen seinen Heimvorteil nicht nutzen.

evo NB Oberhausen - Herner TC 62:74

Viertel: 14:15, 18:20, 13:28, 17:11.

NBO: Aizsila (21/2 Dreier), Fussel (16/2, 10 Rebounds), Williams (8), Maticka (5/1), Schlatt (5), Tews (3), Spießbach (2), Stiller (2).

Feldwurfquote: 30 % (22/70) Freiwurfquote: 72 % (13/18) Rebounds: 48 (30 defensiv, 18 offensiv).

HTC: Davis (19/1, 12 Reb.), Mersch (17/1), Greinacher (14), Jones (13), Takács (9), Van der Velde (2), Lappenküper, Sola.

Feldwurfquote: 42 % (30/71) Freiwurfquote: 75 % (12/16). Rebounds: 42 (32 defensiv, 10 offensiv).

Hernes Basketballerinnen sind nur noch einen Sieg vom erneuten Einzug ins Final Four des DBBL-Pokals entfernt. Acht Tage nach dem Sieg im Bundesligasderby entschied der HTC auch den zweiten Reviergipfel bei NB Oberhausen für sich und zog ins Pokal-Viertelfinale ein, zu dem sie am ersten Januar-Wochenende die Avides Hurricanes in der MCG-Arena vorstellen.

„Die Auslosung in der Halbzeit hat uns richtig beflügelt“, schmunzelte auch HTC-Trainer Marek Piotrowski, während sich seine Mädels noch mit den Oberhausenerinnen abklatschten. „Nach drei oder vier Jahren im Pokal mal ein Heimspiel zu haben, hat noch mal Zug reingebracht. Und mit unseren Fans im Rücken ist zuhause gegen die Hurricanes vielleicht etwas möglich.“

Diesmal hatten die HTC-Damen allerdings deutlich mehr Widerstand zu brechen als vor Wochenfrist. Nicht zuletzt lag das an einem starken Start der Gastgeberinnen, die gleich ihren ersten Angriff mit einem feinen Dreier von Chassidy Fussel abschlossen. Zwar glich der HTC durch einen Freiwurfpunkt von Kata Takács und einen Korbleger von Yolanda Jones schnell aus, aber gegen die anfangs etwas nachlässige Herner Defense traute sich NBO viel zu – und hatte zunächst Erfolg. Besonders die Lettin Ance Aizsila, im Punktspiel abgemeldet, lief gleich im ersten Viertel heiß und markierte sieben Punkte zur Oberhausener 12:5-Führung (4.). Herne konterte über Jones, die den Ball dreimal durch den Ring stopfte, ihre beiden Bonus-Freiwürfe jedoch verfehlte. Immerhin, Herne war beim 12:11 (7.) dran, und nach zwei Oberhausener Freiwurfpunkten brachten Quenice Davis und Sonja Greinacher – jeweils mit ihren ersten Punkten – den HTC kurz vor der Viertelsirene erstmals in Führung.

Den zweiten Abschnitt eröffnete NBO mit vier Punkten von Schlatt und Aizsila zum 18:15 (12.), ehe sich die Waage dann doch langsam zur anderen Seite neigte. Besonders Davis und Mersch drehten nun auf und forcierten das Tempo, so dass Oberhausen nach dem 23:23 (14.) langsam, aber stetig ins Hintertreffen geriet. Allerdings blieb es bis zur Halbzeit ganz eng, weil sich die Gäste mitunter doch zu sehr in Einzelaktionen verstrickten und das Mannschaftsspiel vernachlässigten.

Dann war Pause, und zwei kleine Glücksfeen schritten zur Tat. Als drittes Los reichten sie DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht das mit den Namen der Revierclubs – ein Heimspiel also, war der einzige Zweitligist doch schon gezogen. Und der Gegner? Nur nicht Wasserburg, stand in allen Gesichtern geschrieben, ob aus OB oder HER. Es wurden die Hurricanes, machbar.

Besonders den Gästen schien das Flügel zu machen. Sie verteidigten nun noch bissiger, kamen nach Ballgewinnen immer häufiger zu leichten Punkten, spielten aber auch ihre Systeme besser aus. Angeführt von der nicht mehr zu bändigenden Lea Mersch, setzte sich Herne von 35:33 auf 48:37 (26.) ab und sorgte mit einem 11:0-Run in der Endphase des dritten Viertels für eine Vorentscheidung.

Die Oberhausenerinnen steckten zwar nie auf und konnten noch einmal in den einstelligen Bereich verkürzen (62:71/36.), den verdienten Sieg aber ließen sich die Piotrowski-Schützlinge nicht mehr entreißen.

14.12.2015 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

 

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