HTC erreicht das Viertelfinale

Hernes Basketballerinnen stehen zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale des DBBL-Pokals. Völlig ungefährdet setzten sie sich am Samstag beim Tabellenzweiten der 2. Bundesliga Nord durch.

TG Neuss Tigers - Herner TC 63:78

Auch wenn die beiden Neusser Trommler die Felle heftig traktierten, um ihre Tigers angriffslustig zu stimmen, hatte der Erstligist keine große Mühe, deren Attacken abzuwehren.
Weil sich schon früh abzeichnete, dass den Gästen keine echte Gefahr drohte, nutzte Marek Piotrowski die Gelegenheit, neue Systeme und Formationen im Wettkampf zu testen.
So tauschte Hernes Headcoach ab Mitte des dritten Viertels alle paar Minuten die komplette Mannschaft aus. Das funktionierte trotz des Fehlens der verletzten Sonja Greinacher und Emina Karic, weil Piotrowski seine frühere Kapitänin Lucie Friedrich für ein Gastspiel in der „Ersten“ hatte gewinnen können.
Friedrichs Korb zum 58:33 (30.) wurde dann auch im Herner Block am lautesten bejubelt. „Lucie kann’s eben immer noch“, schmunzelte auch Vorsitzender Wolfgang Siebert.
Große Sorgen um das Weiterkommen musste er sich im Verlauf der 40 Minuten nie machen. Über 6:4 und 11:9 setzten sich die Gäste bereits im ersten Viertel auf 19:11 (9.) ab, wobei sich Zhane Dikes besonders auszeichnen konnte.
Dann nahm der HTC etwas Tempo raus, verteidigte nicht mehr so bissig, und schon witterten die Tiger ihre Chance. Sie eröffneten das zweite Viertel mit einer 6:0-Serie zum 20:21 (13.) – und hatten damit den Favoriten gekitzelt.
Dreimal binnen 60 Sekunden legte Kristi Bellock den Ball in den Neusser Korb, Haiden Palmer ließ zwei Treffer folgen, und schon waren die Verhältnisse wieder zurechtgerückt. Bis zur Pause bauten Ireti Amojo mit zwei und Rachel Arthur mit sechs Punkten die Führung auf 39:25 aus.
Auch nach der Pause beherrschte der Erstligist Spiel und Gegner und setzte sich kontinuierlich weiter ab. Bei Neuss konnten nur die beiden US-Girls Dara Taylor und Kita Waller sowie die erfahrene Anne Storck einigermaßen mithalten, beim HTC setzten immer wieder andere Spielerinnen Akzente.
Zum Beispiel Ines Kerin. War die Slowenin bis dahin kaum in Erscheinung getreten, lief sie im letzten Viertel nach einem ersten Treffer aus der Distanz heiß und setzte in den beiden Schlussminuten noch weitere drei Dreier in die Neusser Reuse.
„Wir haben heute viel probiert, einiges hat gut geklappt, anderes weniger“, sagte Trainer Piotrowski. „Wir sind im Viertelfinale, und niemand hat sich verletzt. Das ist, was zählt.“
Viertel: 14:21, 11:18, 12:19, 26:20.

HTC: Dikes (14/2 Dreier), Arthur (13/1), Kerin (12/4), Bellock (11), Palmer (8), Amojo (7/1), Mahlknecht (6), Van der Velde (3), Takács (2), Friedrich (2).

11.12.2016 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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