HTC feiert gelungenes Heimdebüt

Mit einem fulminanten Start und einem furiosen Finish rissen die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC am Freitagabend ihre Fans von den Sitzen. Dazwischen leisteten sie sich zwar auch kleine Wackler, am Ende aber stand ein souveräner 90:63-Sieg gegen die ChamCats Chemnitz.

Herner TC - ChemCats Chemnitz 90:63

Viertel: 34:17; 14:25, 12:9; 30:12.

HTC: Müller (24/2. Dreier), Amojo (13/2). Barnes (12), Davis (12/1), Wright (11), Karic (11/1), Slavova-Naneva (6/1), Van der Velde (1), Salomaa, Sola. Wurfquote Feld: 49 % (33/67). Freiwurfquote: 81 % (17/21). Rebounds: 34 (21 defensiv, 13 offensiv).

ChemCats: Menz (19/4), Dzinic (19), Davidson (11/3), Bondarenko (6), Thompson (3), Solé Anglada (2), Prötzig (2), Mihalyi (1), Gröning, Böhmke, Borchers. Wurfquote Feld: 44% (22/50). Freiwurfquote: 67 % (12/18). Rebounds: 23 (16 defensiv, 7 offensiv).

Der zweite Sieg ist eingefahren, der Bundesligastart ist geglückt. Zwar leisteten sich Hernes Basketball-Ladys auch gegen die ChamCats einige Wackler, am Ende aber wurden sie mit einem souveränen Sieg ihrer Favoritenrolle gerecht und konnten sich strahlend von den begeisterten Fans abklatschen lassen. So darf die Saison weitergehen.

Der HTC legte fulminant los und lag nach etwas mehr als einer Minute bereits mit 7:2 vorn. Die Gäste aber ließen sich nicht schocken und waren beim 12:11 wieder dran (5.). Dann aber fegte ein regelrechter Sturm über sie hinweg. Angetrieben von Quenice Davis, drückte Herne mächtig aufs Tempo und legte binnen drei Minuten eine 17:0-Serie aufs Parkett. Vor allem Kitty Müller lief in dieser Phase heiß und traf aus allen Lagen. Über 29:11 (8.) ging es mit einer 34:17-Führung in die erste kleine Pause.

Was danach geschah, wird Trainer Marek Piotrowski mit seinen Damen sicher noch aufarbeiten. Aus Tempo wurde Hektik, aus Souveränität leichte Verunsicherung. Erst fiel nichts mehr rein, dann fiel der Offensive nichts mehr ein. Und weil sich niemand bemüßigt fühlte, Nationalspielerin Jenny Menz bei ihren Distanzwürfen zu stören, schmolz der satte Vorsprung auf ein Pünktchen dahin (36:35/15.).

Dann besann sich der HTC jedoch, spielte wieder konzentrierter und setzte sich durch je zwei Punkte von Ireti Amojo, Teya Wright und Erica Barnes wieder leicht ab. Und als Davis einen Dreier aus neun Metern versenkte, war der Abstand wieder zweistellig (47:37/19.).

Doch es wurde noch einmal eng. Zwar verteidigte der HTC nach der Pause Jenny Menz viel besser, doch jetzt konnte sich Marina Dzinic unter den Körben mehrfach durchsetzen. Beim 50:50 (24.) waren die Katzen wieder voll auf Augenhöhe, dann aber zog der HTC erneut und diesmal unaufhaltsam davon. Zur Viertelpause war die Führung auf neun Punkte angewachsen, im Schlussabschnitt wurde Chemnitz dann förmlich überrollt. Vor allem Emina Karic drehte jetzt richtig auf. „Wir haben eben viele Optionen“, schmunzelte Piotrowski zufrieden. Es klang wie eine Warnung an die nächsten Gegner.

03.10.2014 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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