HTC ist Deutscher Meister!

WNBL-Team siegt beim TOP4 in Wolfenbüttel

Die Sensation ist perfekt: Das Herner Nachwuchsbundesligateam um Head-Coach Mario Zurkowski hat das Finale beim TOP4 der WNBL-Mannschaften in Wolfenbüttel gewonnen und sich den Titel des Deutschen Meisters gesichert. Gegen die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel setzte sich das Herner Team vor 600 Zuschauern klar mit 70:53 (21:15, 18:8, 20:18, 11:12) durch.

Der HTC eröffnete die Partei mit zwei Distanztreffern von Maria-Angelina Sola (Dreier) und Hanna Hahn (0:5). Die Gastgeberinnen waren auch nach fast fünf Minuten noch ohne Punkte und wirkten abwesend auf dem Feld (0:9). Erst Merit Brennecke besorgte die ersten Punkte für das Team von Hanna Ballhaus, gefolgt von Anelia Draganova (4:9, 6. Min.). Aber der HTC blieb in der Höhle des Löwen cool und kam durch Pia Proske zum 5:13 und kurz später durch Jule Kassack zum 7:16 (8. Min.). Die unglaubliche Aggressivität der Hernerinnen machte Braunschweig-Wolfenbüttel erheblich zu schaffen, nach dem ersten Spielabschnitt war der Vorsprung der Gäste etwas geschrumpft (15:21). „Wir haben unglaublich gut als Team hart verteidigt, das ganze Turnier hindurch, ich wahnsinnig stolz auf die Mädels. Als die Mannschaft vor der Partie aus der Kabine kam wusste ich, sie ist bereit“, so der Head-Coach. Mit einer nach der Halbzeit überragenden Malina Sola dominierte der HTC das dritte Viertel. Braunschweig-Wolfenbüttel verteidigte jetzt mit dem Mute der Verzweiflung über das gesamte Feld und mobilisierte die letzten Kräfte. Ein Dreier von Jule Kassack aber traf die Gastgeberinnen aber “mitten ins Herz” (43:62, 32. Min.), die Vorentscheidung war gefallen. „Wir waren auf alles vorbereitet, haben bis 2 Uhr nachts Videoanalyse betrieben und den Match-Plan erstellt, an den sich die Mädels perfekt gehalten haben. Unser Physio Tobias Brall hat die Mädels bis spät in die Nacht behandelt und sogar ein Ermüdungsbecken organisiert. Insgesamt war das Turnier super organisiert, ein großes Kompliment an die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel.“ Nach Ablauf der Spieluhr brach dann der Herner Jubel los, Jenny Strozyk schnitt auf den Schultern von Tobias Brall das Netz als ganz spezielle Trophäe fürs Team ab. 

Im Halbfinale hatte der HTC zuvor den Rhöndorfer TV ausgeschaltet (53:50). Obwohl das Herner Team unter den Bretten körperlich klar unterlegen war, machte es das beste draus: Mit einer aggressiven Defense zwang der HTC den Rhöndorfer TV zu 37 Turnovern, die Defense war der Schlüssel zum Sieg.

Nach einem kleinen Durchhänger auf der Rückfahrt feierten die Herner Mädels dann ihren Triumph und können sich nun zu Recht „Deutsche Meister“ nennen.

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