HTC spielt um Platz 3

Es hat nicht sollen sein: Mit 87:58 unterliegt der HTC in Wasserburg dem amitierenden Meister und Pokalsieger und spielt nun gegen die ChemCats Chemnitz um Platz drei der DBBL. Die Herner Damen lieferten in Wasserburg einen großen Kampf ab; mit dem Heimvorteil im Rücken war der TSV aber an diesem Sonntag zu stark für das Herner Team und zieht verdient gegen Oberhausen ins Finale ein. Natürlich ist es schade, dass es zum Finaleinzug für den HTC nicht gereicht hat, mit dem Spiel um Platz drei hat der HTC jedoch das beste Resultat der Vereinsgeschichte erzielt. Hut ab vor diesem TEAM, am Sonntag, dem 04.05.2014 um 17 Uhr steigt dann das letze Heimspiel gegen Chemnitz, die Mannschaft hat jede erdenkliche Unterstützung verdient !!!

Herner TC - TSV Wasserburg 87:58  (22:17, 22:16, 27:13, 16:12)

HTC: Davis (10/2), Müller, Koop (6), Bräuer, Terzic (11), van der Velde (6), Karic (6), Salomaa (2), Flasarova (2), Wright (15), Kaup.

TSV: Breitreiner (17/1), Barnert (7), Dover, Jeltema (14/2), Zeller, Wagner (11/1), Wernthaler, Aß, Sten (11/1), Brunckhorst (6), Cannon (21).

Das Wunder vom Inn ist ausgeblieben. Die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC verloren am Sonntagnachmittag das entscheidende dritte Spiel im Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft beim hohen Favoriten TSV Wasserburg 58:87 (33:44).

Zwar gingen die Gastgeberinnen völlig Zurecht als Siegerinnen vom Parkett, eine Niederlage mit fast 30 Punkten Differenz, das hatten die Schützlinge von HTC-Trainer Marek Piotrowski nun wahrlich aber nicht verdient. Bis zur Pause schnupperte der Außenseite sogar noch an der Sensation. Nichts war zu sehen von einem Klassenunterschied, den man von den reinen Zahlenwerk am Ende des Spiels vermuten könnte. Nach 20 Minuten lag man nur mit elf hinten. Alles machbar. Nur nicht an diesem Tag.
Im dritten Viertel brach das Team völlig ein. Mit 27:13 holte sich der amtierende Deutsche Meister aus Bayern nicht nur diesen Abschnitt, sondern damit auch die gesamte Partie und die Playoff-Runde.
Dabei hatte Quenice Davis mit einem Dreier Mitte des dritten Viertels gerade auf 42:52 verkürzt – der HTC hoffte wieder. Doch innerhalb von nur fünf Minuten zerplatzte der schöne Traum. Symptomatisch für diese Phase waren die Ballverluste von Minja Terzic und Caroline van der Velde. Hinzu kam ein Offensive-Foul von Davis.
Gerade in dieser entscheidenden Phase zeigte sich der Unterschied zwischen beiden Teams. Während die Gastgeberinnen die Ruhe bewahrten, verfiel der HTC in Hektik. Auch eine Auszeit von Piotrowski (46:63/28.) veränderte daran nichts.
Und noch etwas wurde deutlich. Der TSV Wasserburg verfügt einfach über mehr Spielerinnen, die kontinuierlich punkten können. Mit Davis (10), der erneut starken Teya Wright (15 Punkte/14 Rebounds) und Minja Terzic (11) punkteten drei Spielerinnen zweistellig. Wobei Terzic vor allem im letzten Viertel einige Zähler einstreute, als die Partie bereits entschieden war. Bei den Wasserburgerinnen punkteten gleich fünf Spielerinnen zweistellig. Dabei konnte es das Team von Bastian Wernthaler auch verschmerzen, dass Nationalspielerin Anne Breitreiner nur einen von sechs Dreiern versenkte.
Trotz der deutlichen Niederlage musste sich der HTC keine Vorwürfe machen. Er hatte alles versucht. Das fing schon mit der Vorbereitung an. Nach dem grandiosen Triumph am Freitagabend (83:73) entschied man sich, schon am Freitag Richtung tiefstes Bayern aufzubrechen und dort zu übernachten, um ausgeruht ins Spiel gehen zu können.
Anfangs hielt man auch sehr gut mit. Davis traf per Dreier zum 31:37. Doch es schlichen sich immer wieder Fehler ein. Die kosteten den Ballbesitz oder manchmal sofort kostbare Punkte durch schnelle Gegenstöße des TSV. Das raubte Kraft und Motivation.
Trotz der klaren Niederlage kann der HTC stolz auf die Playoffs sein. Mit einem solchen Abschneiden hatte vorher niemand gerechnet. Für ganz oben reicht es (verständlicherweise) nicht, doch der Herner TC kann sich gleich in die Reihe hinter dem TSV Wasserburg einreihen. „Wir müssen uns immer etwas weiterentwickeln“, hatte Piotrowski nach dem Freitag-Triumph gesagt.
Die nächste Gelegenheit dazu gibt es in den Spielen um Rang drei. Schon das wäre eine Sensation.

27.04.2014 / WAZ Herne / Rupert Joemann

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