1. Herren: Arbeitssieg gegen Lünen

Herner TC – BG Lünen 74:56

Ein schwer anzuschauendes Spiel bot der Gastgeber aus Herne und der Gast aus Lünen seinen Zuschauern am 10. Spieltag. Aber der Reihe nach. Die Mannschaft des Herner TC war mit 9 Spielern an diesem Spieltag quantitativ deutlich besser besetzt als in den Wochen davor. Aber immer noch fehlen die beiden einzig gelernten Flügelspieler Benedikt Badziong und Jascha Korscheck krankheits- und verletzungsbedingt. 

Der Herner Trainer Brackmann ließ auf den Centerpositionen Alexander Konsek und Jörg Klems, auf dem Flügel Tobias Biermann starten. Den Aufbau teilten sich Daniel Pajonk und Irbin De La Cruz.

Das erste Viertel begann von beiden Teams schleppend. Immer wieder durfte das Publikum Unkonzentriertheiten, wie schlechte Pässe, Dribbelfehler oder korbnahe Würfe der Centerspieler die immer wieder daneben gingen, bestaunen. Auch wenn die Offensive nicht im Kollektiv funktionierte, konnten die Herner durch einige Einzelaktionen ein 19-17 Viertelendergebnis heraus spielen. Dies war allerdings auch nur möglich, da sowohl auf Lünener Seite, als auch auf Herner Seite die Defensive nicht gut funktionierte. 

Das zweite Viertel knüpfte nahtlos an dem ersten an. Die Unkonzentriertheiten wurden zwar leicht auf Herner Seite reduziert, allerdings wollte nun kaum ein Feldwurf bis zur 16. Spielminute fallen. In dieser Phase des Spiels konnte sich Herne nur aufgrund der guten Freiwurfquote
(8-8 Freiwürfe in diesen Viertel) und den vielen einzel-Fehler der Lüner im Spiel bleiben. Zum Schluss des Viertels konnte dann in der 18. Minute Alex Konsek mit einen Korbleger und Irbin De La Cruz mit einem 3 Punkte Wurf das Ergebnis auf 36-26 hoch schrauben. Um die letzte Auszeit nicht zu verwirken, nahm Brackmann diese in der 19. Minute. Allerdings verfehlte diese Auszeit völlig ihre Wirkung, denn in der letzten Minute konnte der Gast noch einmal 5 Punkte markieren, sodass an der Anzeigetafel 36-31 zur Halbzeit zu lesen war. 

In der Halbzeitpause stellte Brackmann seine Defensive auf eine 2-1-2 Zone um. Diese Umstellung konnte zunächst einmal nicht viel bewirken. Da vorne die Bälle entweder wieder durch Fehlpässe oder schlechte Wurfentscheidungen sehr schnell auf Herner Seite verloren gingen und Lünen schnelle Fastbreakpunkte erzielen konnte. So konnte der Gast in der 25. Spielminute bis auf 44 - 42 verkürzen. In der 26 Spielminute nahm der Lünener Spielertrainer eine Auszeit, die allerdings von den Hernern besser genutzt wurde. Denn die Leistung in der Offensive steigerte sich auffallend, sodass Tobias Biermann in der letzten Spielminute des dritten Viertels ein 13-5 Lauf für seine Farben abschließen konnte. Damit betrug das Viertelendergebnis 57-47. 

Der letzte Spielabschnitt begann so wie der dritte aufgehört hatte. Vorne wurde der Ball sicherer von den Hernern gespielt, als noch in der ersten Halbzeit. Zudem schienen nun die Gäste aus Lünen auch körperlich nicht mehr mithalten zu können. Dies nutzte in diesem Viertel nun der Herner Point Guard Daniel Pajonk aus, um seinen Punkteschnitt nochmals von 5 auf 18 Punkte anzuheben. Auch die Defensivumstellung trug weiter Früchte, sodass Lünen nur zu 9 mageren Punkten in diesem Viertel kam. 

Lünen hat das Spiel sehr körperbetonent gespielt und Herne hat genauso dagegen gehalten. Die Unkonzentriertheiten prägten zudem dieses Spiel auf beiden Seiten. Den Ausschlag für dieses Ergebnis hat wohl am Ende die Zonenumstellung und die bessere körperliche Verfassung der Herner gegeben. Aber Alles in Allem war das ein Arbeitssieg. Nun gilt zu Hoffen, dass die Verletztenliste sich mit dem Jahresende verflüchtigt und das sich so vielleicht mehr als 10 Leute bei Spielen (und Trainingseinheiten) einfinden. Sollte zudem das letzte Spiel der Hinrunde gegen VfL Astrostars Bochum 3 im neuen Jahr gewonnen werden, kann diese auf den 8. Rang beendet werden, sodass mit weniger verletzten Spieler vielleicht noch Platz 6 zur Endtabelle angestrebt werden kann. 

Biermann (21/7-8), A.Konsek (20/4-5), Pajonk (18/2-2/2), De La Cruz (7/1),Klems (6/0-2), M. Konsek (2), Tetsch, Mwamba, Koslowsky (n.e.), Zerbe (n.e.) 

 

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