1. Herren: Ausrufezeichen im Abstiegskampf

Aufgrund sehr unglücklicher Niederlagen in den letzten Partien war die erste Herrenmannschaft des Herner TC am 18 Spieltag der Landesliga 5 zu einem Pflichtsieg gegen den TV Werne verdammt. Allerdings fehlten Coach Martin Brackmann die Guardspieler Daniel Pajonk und Billy Mwamba sowie die Centerkombo um Jörg Klems, Christian Kaminski und Konrad Wrobelewski. Um den personellen Engpass zu überwinden half aus der zweiten Mannschaft dafür Ali Osaj aus.

TV Werne – Herner TC 37:76

Brackmann schickte zu Beginn des Spiels die Centergarde Alex Konsek und Tobias Biermann sowie die Flügelzange Benedikt Badziong und Jascha Korscheck auf das Spielfeld. Dirigiert wurde die ganze Truppe vom Aufbauspieler Felix Wenzel. Unter dieser Aufstellung fing das Spiel munter an Herne startete direkt mit einem 9-3 Lauf. Bei diesen wurde die Marschroute für die folgende Spielminuten auch klar, die Herner Guards penetrierten immer wieder in die Zone des Gegners, zogen diese auf sich und spielten ihre eigenen Centerspieler Biermann und Konsek frei., sodass diese mit leichten Korblegeraktionen für die Punkte sorgten. In der weiteren Spielzeit dieses Viertels wurde das Tempo vor allem in der Defensive hoch gehalten. Die schnellen Hände der Herner störte das Werner Passspiel, so dass diese ihr Aufbauspiel nicht aufziehen konnten. Zudem wurde dann noch durch gutes Stellungsspiel unter dem Herner Korb die Penetration des Gastgebers gestört, sodass gleich zwei Offensivfouls vom Herner Center Alex Konsek in dieser Spielphase angenommen werden konnten. Am Ende dieses Viertels stand es somit 16:8 für die Gäste. Das zweite Viertel begannen die Gastgeber aus Werne konzentrierter und starteten ihrerseits einen kleinen 6-2 Lauf. Aber der Herner Aufbauspieler Felix Wenzel hatte etwas gegen diese Aufholjagd und egalisierte diesen Lauf mit 4 Punkten in Folge, so stand es nach 14 gespielten Minuten 22-14 für die Gäste aus Herne. Nun wurde der Centerspieler Biermann aktiver. Dieser wurde vom Flügelspieler Korscheck, wie schon öfters im ersten Viertel, in Szene gesetzt und vollstreckte daraufhin eiskalt seine Aktionen. Sodass der Herner Center innerhalb von 2 Minuten 6 Punkte in Folge erzielte. Aber auch die Defensive legte im zweiten Abschnitt des 2.Viertels zu. Dies lag auch an der Einwechslung von De La Cruz, der den gegnerischen Aufbauspieler stark unter Druck setzte und somit zu schlechten Aktionen zwang. Zudem wurden aus den resultierenden Ballgewinnen Schnellangriffe initiiert und nochmals Punkte-technisch nach gelegt, sodass es zur Halbzeit 37-20 für die Gäste aus Herne stand. Nach Wiederanpfiff machten die Herner direkt da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten, nämlich mit starker Defensivarbeit und daraus resultierenden Punkten. Binnen fünf Minuten initiierten Wenzel, Konsek und Korscheck ein 10-0 Lauf für die Gäste aus Herne. Sodass an der Anzeigetafel in der 25. Minute 20-47 abzulesen war. Um dem Herner Center Konsek und dem Flügelspieler Korscheck Verschnaufspausen zu geben, wurden mit Tetsch und Osaj zwei frische Spieler ins Spiel geworfen, die sich auch gut in das Spiel rein kämpften und gute Aktionen in der Defensive zeigten. In dieser Phase blockte der Herner Center Tetsch zum Beispiel zwei mal einen penetrierenden Gegenspieler und vereitelte somit sichere Punkte für Werne, zudem nahm nun Aufbauspieler Wenzel und Center Biermann wieder das Heft in die Hand und punkteten für ihre Farben, sodass als Resultat nach 30 gespielten Minuten ein 57-29 für Herne zu Buche stand. Zu Beginn des letzten Spielabschnittes kamen dann Konsek und Korscheck wieder zurück. Angetrieben von einer sehr guten Defensivleistung, bei dem Korscheck mehrere Steals verbuchte, wurde innerhalb von 4 Minuten ein 11-0 Lauf initiiert. In diesen gelang auch die Szene des Spiels: Zunächst punktete der Scharfschütze Korscheck aus der 3-Punktedistanz (im übrigen liegt seine 3erquote über der Saison gesehen bei 100%). Als sich schon alle anderen umdrehten um in der eigene Hälfte zu verteidigen, kam dann Biermann ein Geistesblitz und verteidigte beim Einwurf den gegnerischen Aufbauspieler so gut, dass dieser nicht direkt angespielt werden konnte. Dies bemerkte der Herner Flügelspieler Korscheck und rannte seinem Teamkollegen zur Hilfe. Da der Ball von Werne ins Spiel gebracht werden musste spielte der einwerfende Werner-Spieler einen sogenannten Loop-Pass über Biermann und seinem Aufbauspieler hinweg. Da Korscheck allerdings im vollen Lauf war, war dieser am schnellsten am Ball und konnte per Korbleger zwei sichere Punkte erzielen. Dabei wurde dieser noch gefoult und bekam einen Bonusfreiwurf. Dieser Wurf ging allerdings daneben, aber Biermann schnappte sich den resultierenden Rebound und punktete direkt. Sodass innerhalb von weniger als 10 Sekunden effektiver Spielzeit Biermann und Korscheck 7 Punkte zu dem 11-0 Lauf beisteuerten. Nach diesen Zwischenspurt wurde die Konzentration von den Herner Spielern nicht richtig aufrecht erhalten, sodass die Gäste einige Ballverluste zu verbuchen hatten. Der Gastgeber nahm diese Geschenke an und legte seinerseits einen 8-2 Run hin, so stand es nach 37 gespielten Minuten 37-70. Dies sollten allerdings die letzten Punkte der Werner gewesen sein, denn Wenzel, Biermann und Korscheck schraubten das Endergebnis auf 76-37 hoch.

Osaj, M.Konsek, De LaCruz (2), Tetsch (2), Badziong (5,1-2), Korscheck (13,0-3,1), A.Konsek (16, 1-2), Biermann (19, 3-7), Wenzel (19, 2-4)

Freiwurf 7-19 = 36,84 %

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