1. Herren: Gut ist nicht gut genug

Herner TC – SVD Derne III 82:85 (26:19; 17:22; 20:25; 19:19)


Im letzten Heimspiel des Jahres wollte der HTC unbedingt einen Sieg einfahren, allerdings stand mit dem SVD Derne 3 ein hochkarätiger Gegner auf dem Programm.

Nach guten Trainingseinheiten unter der Woche starteten die Lokalmatadoren auch gleich wie die Feuerwehr in die Partie gegen den ersatzgeschwächten Tabellendritten. Vor allem Urlaubs-Rückkehrer Tobias Biermann war heiß darauf sein Team zum Sieg zu leiten und erzielte im ersten Viertel satte 12 Punkte. Diese starke Einzelleistung kombiniert mit einer wachen und gut stehenden Zonenverteidigung bereitete dem Gegner bis zur achten Minute enorme Probleme, wodurch sich Herne über einen 13:2-Lauf in front brachte (22:9; 7. Minute). Leider fühlten sich einige Herner dadurch schon etwas zu sicher und vernachlässigten den bis dato guten Einsatz in der Verteidigung, was der gegnerische Spielertrainer und Mannschaftskapitän Graf umgehend mit zwei seiner insgesamt fünf Dreier bestrafte. Somit büßten die Hausherren bis zur Viertelpause bereits einen kleinen Teil der hart erarbeiteten Führung wieder ein (26:19; 10. Min.).
Im zweiten Durchgang machte sich der HTC weiterhin selber durch unnötige Fehler das Leben schwer und auch die Bankspieler konnten in dieser Partie nur wenig Akzente setzen. Während man in der Offensive von den bislang klaren Aktionen zum Korb abwich und immer wieder durch riskante Pässe den Ball verlor, ließen zusätzlich auch die Konzentration und der Einsatz in der Defense nach, wodurch dem Gegner immer wieder freie Würfe von außen gewährt wurden, welche dieser hochprozentig verwandelte. Nach einem 10:2-Run alleine durch den gegnerischen Flügelspieler Freimuth musste Coach Badziong einsehen, dass die anfangs so gut funktionierende Verteidigung mit der Zeit immer mehr nachgelassen hatte und mittlerweile nutzlos geworden war (32:35; 16. Min.). Nach einer Auszeit stellte der HTC auf Mann-Mann-Verteidigung um und brachte dafür seine Starting-Five zurück aufs Spielfeld. Neu motiviert funktionierte die Verteidigung nun wieder besser und offensiv lief es auch wieder rund. Drei Dreier von den beiden Guards DeLaCruz und Pajonk fanden in nur einer Minute ihr Ziel und sorgten auf den letzten Drücker noch für eine knappe herner Führung zur Halbzeit (43:41; 20. Min.).
Im dritten Viertel spielten größtenteils zwei Teams auf Augenhöhe gegeneinander, wobei sich Dortmund weiterhin treffsicher von außen präsentierte, während der HTC meist mit Aktionen am Korb erfolgreich war (59:58; 26. Min.). Doch ähnlich der ersten Halbzeit, ließ die herner Verteidigung mit der Zeit deutlich an Intensität nach, was der Gegner gnadenlos ausnutzte. Gutes Kombinationsspiel gegen nachlässige Defense bescherte dem SVD mehrfach freie Würfe aus der Nahdistanz und somit die Führung vor den finalen 10 Minuten. Lediglich Daniel Pajonk, der sein bestes Saisonspiel ablieferte, konnte mit zwei Ballgewinnen und anschließenden Fast-Break-Korblegern den Rückstand zum Viertelende etwas verkleinern (63:66; 30. Min).
Bis zur Viertelmitte des Schlussabschnitts hielt der HTC mit viel Herz dagegen, konnte den Abstand aufgrund einer schlechten Wurfausbeute nicht verkürzen (69:72; 35.Min.). Es deutete sich bereits eine heiße Schlussphase an, in der die Dortmunder sich jedoch leider routinierter und abgeklärter präsentierten als die Hausherren. Trotz der über das gesamte Spiel sehr guten Trefferquote des Gegners vernachlässigte Herne mehrfach die Dortmunder Schützen eng genug zu verteidigen. Zwar konnte man in der Offensive weiterhin scoren, kassierte aber im Gegenzug immer wieder leichte Konter-Punkte. Nach zwei Herner Buzzerbeatern, darunter ein Wahnsinnsdreier von Köhler aus knapp neun Metern Entfernung, schöpfte der HTC nochmal Hoffnung (80:81; 39. Min.), doch die Zeit sollte nicht mehr ausreichen. Der SVD blieb auch gegen die Stop-the-Clock-Taktik nervenstark und als der letzte Verzweiflungsdreier der Gastgeber sein Ziel verfehlte, war der Drops gelutscht (82:85; 40. Min.).


Fazit: Auch wenn am Ende ein Niederlage zu Buche steht, so hat sich der HTC im Gegensatz zur Vorwoche doch stark verbessert präsentiert und eine gute Leistung gegen eines der Liga-Top-Teams abgeliefert. Gemäß dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ muss man nun versuchen sowohl Taktiken und Spielabläufe zu vertiefen/automatisieren, als auch die eigene Leistungsstärke auf ein konstantes Niveau zu bringen, um einen Abstiegskampf frühzeitig zu vermeiden. Leider bleibt dafür nicht viel Zeit, denn bereits am kommenden Freitag muss man die weiteste Auswärtsfahrt der Saison antreten um dann um 20.30 Uhr die Partie gegen den starken Tabellenfünften GSV Fröndenberg zu bestreiten…


Scoring: Biermann 18; Pajonk 17/1/3-5; Konsek, A. 13/3-8; Korscheck 11/1-2; DeLaCruz 10/2; Köhler 9/3; Konsek, D. 4; Chau; Wroblewski; Maull (n.e.); Badziong (n.e.)











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