1. Herren: Herne gegen den Rest der Welt

Unverdiente Niederlage treibt 1. Herren an den Rand des Abstiegs

Schwerter TS – Herner TC 81:70  (18:21; 26:15; 17:21; 20:13)

Für den HTC sollte es die wichtigste Partie im Abstiegskampf sein und sportlich war man dem Gastgeber aus Schwerte auch überlegen, doch es kam wieder mal anders als gedacht...

Herne startete zwar engagiert in die Partie, hatte jedoch zu Beginn einige Abstimmungsprobleme in der Defensive, durch die Schwerte mehrfach zu leichten Punkten kam. Doch zumindest in der Offensive hielt man anfangs über den eigenen Größenvorteil dagegen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch (9:8; 5. Min.). Hierbei ragte besonders Alexander Konsek mit neun Punkten im ersten Viertel hervor, aber auch Jörg Klems zeigte eine starke Leistung. Die beiden Hünen sicherten somit die knappe Herner Führung zum Viertelende (18:21; 10. Min).
Zwei schnelle Korberfolge zu Beginn des zweiten Durchgangs verschafften Herne ein kleines Polster und Schwerte schien vorübergehend von der Rolle (18:25; 11. Min.). Doch leider entschlossen sich die "Unparteischen" ab diesem Zeitpunkt mehr ins Geschehen einzugreifen, als es bis dato der Fall war. Ab sofort wurde jede kleinste Berührung als Foul gegen Herne gewertet, was ja auch legitim gewesen wäre, wenn die Pfiffe nicht auf der anderen Seite bei identischen Aktionen ausgeblieben wären... Ein ums andere Mal wurde die Brackmannsche Centertruppe nun unter dem Korb sehr hart angegangen und nur selten mit fairen Mitteln gestoppt. Trotzdem blieb die Pfeife der Schiedsrichter stumm. Doch als fairer Sports-Verein würde der HTC einer solchen Negativleistung niemals Absicht unterstellen, lediglich Unvermögen...  Folge des Ganzen waren jedoch fünf Minuten ohne Herner Korberfolg, während die Hausherren bei Misserfolgen ihren Fehler meistens an der Freiwurflinie wieder gut machen durften und sich dadurch nun ihrerseits absetzten (35:29; 18. Min.). Insgesamt bekam Schwerte in diesem Viertel zwölf Freiwürfe zugesprochen von denen beachtliche neun Treffer erzielt wurden. Der HTC bekam währenddessen drei Freiwürfe, wobei zwei davon nicht aus einer Korbaktion, sondern aus einem technischen Foul gegen die Schwerter Turnerschaft entstanden (44:36; 20. Min.)!
Aufgrund der hohen Foulbelastung konnte der HTC bereits zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so aggressiv verteidigen, was das Heimteam direkt zu einem 6:2-Lauf nutzte (50:38; 22. Min.). Zusätzlich hatte Schwerte in Halbzeit zwei auf eine Zonenverteidigung mit Schwerpunkt unter dem Korb umgestellt und nahm die Herner Center somit weitgehend aus dem Spiel. Nun war es an der Zeit für die Distanzschützen sich ihre Lorbeeren zu verdienen. Gesagt, getan: Pajonk und Badziong verwandelten in diesem Viertel gleich vier Dreipunktewürfe, von denen jedoch zu allem Überfluss einer durch den Schwerter Anschreibetisch unterschlagen wurde (54:50; 25. Min.). Leider wurde trotz umgehenden Protests von Trainer Brackmann der Spielstand nicht durch die Schiedsrichter korrigiert. Schwerte traf zwar auch in diesem Viertel satte sieben ihrer 11 Freiwürfe (HTC: 2/4!), allerdings reichte der Kraftakt der Herner "Splash Brothers" zu einer 14:3-Aufholjagd, bei der Pajonk alleine sieben Punkte markierte und seine Mitspieler unnachgiebig antrieb (61:57; 30. Min.).
Im letzten Durchgang probierte Herne mit einer schnellen Aufstellung weiterhin Druck auf dem Spielfeld zu machen. Dieser Schuss ging leider nach hinten los: Es gelangen kaum Fast-Breaks und im Set-Play war die kleine Aufstellung der Schwerter Center-Übermacht meist unterlegen. Schwerte startete mit einem weiteren 7:0-Lauf in den Schlussabschnitt und stellte seinen alten Vorsprung somit wieder her (68:57; 34. Min.). Brackmann nahm die Auszeit und stellte seine Taktik auf "Alles oder Nichts" um, was Felix Wenzel mit fünf Punkten in Folgen prompt erfolgreich umsetzte. Ein Drei-Punkt-Spiel von Pajonk und ein weiterer Dreier von Badziong ließen den HTC nochmal hoffen, doch die Zeit spielte bereits gegen die Gäste (75:70; 38. Min.). In den letzten Minuten fanden die Herner Distanzwürfe leider nicht mehr ihr Ziel und Schwerte nutzte dies um über drei Fast-Breaks den Sack zuzumachen (81:70; 40. Min.).
Fazit: Diese "unglückliche Niederlage" in Verbindung mit dem dritten Erfolg des BC Langendreer in Folge wirft den HTC mit nur einem Sieg Vorsprung auf Platz 10 der Tabelle zurück. Es wird nochmal richtig spannend zum Saisonende und um den Klassenerhalt muss Herne mindestens ein, wenn nicht sogar beide verbleibenden Partien für sich entscheiden. Doch der nächste Gegner Eintracht Dortmund (04.05.14, 14.00Uhr, MCG-Arena), die zuletzt gegen beide Astro-Stars-Teams gewinnen konnten, sind kein leichter Brocken. Ebenso wenig könnte man behaupten, dass es leicht wäre am letzten Spieltag in Hamm zu gewinnen (10.05.14, 17.30Uhr, Sporthalle am Beisenkamp). Ganz im Gegenteil!
Die richtige Einstellung und Leistungsbereitschaft hatte die Truppe von Martin Brackmann am 20. Spieltag bewiesen. Doch zu oft lassen sich die Herner von ihrem Spiel abbringen. Zu viele Abstimmungsprobleme in der Verteidigung, unglücklich gewählte Aufstellungen, schwankende Tagesformen und Unsicherheiten im Abschluss, vor allem in kritischen Phasen, sind die Knackpunkte, mit denen die erste Herrenmannschaft in dieser Saison zu kämpfen hat. Glücklicherweise geht es nun in die drei-wöchige Osterpause, in der man anstatt das Ruder schleifen zu lassen, lieber die verbliebenen Energie-Reserven mobilisieren sollte um nach Ostern in der Lage zu sein, sich den Klassenerhalt auch zu verdienen. Dass die Mannschaft es kann und verdient hat, steht außer Frage!
Zu diesem Zweck bittet der HTC am 04.05.14 um 14.00 Uhr alle Fans und Freunde des Vereins, die erste Herrenmannschaft bei ihrem letzten Heimspiel im Kampf gegen den Abstieg tatkräftig zu unterstützen. Als kleines Danke-Schön, auch für die bisherigen Motivationsschübe unserer "zweiten Bank", wird die Mannschaft auch einige Kisten feinsten Gerstensaftes springen lassen um die Stimmung zusätzlich anzuheizen…

Scoring: Konsek, A. 24/6-9; Badziong 12/2/2-2; Pajonk 12/2/2-4; Klems 8/2-4; Wenzel 5/1; Biermann 5/1-2; Korschek 4; Osaj; Kaminski (n.e.)

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