1. Herren: Quantität schlägt (mal wieder) Quantität

TSC Eintracht Dortmund - Herner TC 77:61

Am 9.Spieltag konnte man den Kader des Herner TC an einer Hand abzählen. Die zum durchspielen verdammten Spieler waren auf der Centerposition Jörg Klems und Marcel Tetsch. Die Flügelposition bekleidete der eigentliche Centerspieler Tobias Biermann. Den Aufbau teilte sich Daniel Pajonk und Irbin De La Cruz.

Mit dem sehr überschaubaren Kader war die Marschroute klar: Es sollte zum einen das Spiel verschleppt werden, um die Kondition zu schonen. Zum anderen auf jeden Fall verhindert werden, dass sich ein Spieler vorzeitig rausfoult, damit man nicht mit Unterzahl weiter spielen muss. Aufgrund diesen Vorgaben gestaltete sich die Verteidigung schon zu Beginn des ersten Viertels schwierig. Zwar konnte der Gast aus Herne bis zur 4. Spielminute mithalten (Ergebnis: 7-6), aber dieser musste dann in den nächsten 4 Spielminuten einen 14-0 Lauf hinnehmen (8.Spielminute 21-6). In den letzten beiden Spielminuten konnten beide Teams dann nochmals 4 Punkte für sich verbuchen, sodass ein Viertelendergebnis von 25:10 auf der Anzeigetafel abzulesen war.
In der Viertelpause wurde dann konstruktiv darauf hingewiesen, dass man zwar wenig foulen, aber jedoch ein wenig mehr Intensität in der Verteidigung und auch im Angriff an den Tag legen dürfte. So begann dann auch der 2. Spielabschnitt: Die Herner arbeiteten nun deutlich mehr sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff. Hinten wurde der Gegner stärker unter Druck gesetzt, was zu schlechten Wurfmöglichkeiten des Gastgebers aus Dortmund führte. Vorne wurde gegen die 2-3 Zonenverteidigung des TSC der Ball besser laufen gelassen und die Centerspieler mehr einbezogen. Somit kam man selbst zu besseren Wurfgelegenheiten und konnte auch ein ums andere mal den Gegner mit sehr guten Passspiel düpieren, was zum verdienten Sieg des 2.Viertels (20- 14) und zur Verkürzung des Gesamtresultats (39-30) zur Halbzeit führte.
Nach der Halbzeit stellte der Gastgeber aus Dortmund auf eine Mann-Mann-Verteidigung um. Diese sollte allerdings vorerst seine Wirkung verfehlen, denn die Herner machten genau da weiter, wo sie vor dem Pausentee aufgehört haben, nämlich mit starken Teambasketball. Der Ball wurde vorne gut rumgespielt und durch “No-Ball Penetration“ oft ein Mitspieler in freier Position gefunden. Aufgrund dessen verkleinerte sich der Rückstand des Gastes mit Minute zu Minute des dritten Viertels (26.Spielminute: 45-44). Allerdings kam so langsam der Faktor der Kondition ins Spiel. Während der Gastgeber mit 8 Spielern wenigstens geringe Auswechselmöglichkeiten hatte, mussten die Herner allesamt durchspielen, sodass der TSC Dortmund bis zum Ende des dritten Viertels noch ein wenig davon ziehen konnte (50-46).
Auch im letzten Spielabschnitt merkte man den Gästen die Verschleißerscheinungen immer mehr an und auch die Defensive konnte man vor allem unter den Körben, aufgrund Foulprobleme der Centerspieler, nicht mehr so stark wie in den Vierteln davor gestalten. Dies resultierte in einen Ausbau der Führung bis zur 35.Spielminute für den Gastgeber (60-52). Zudem wurde der Herner Aufbauspieler Irbin De La Cruz in der anschließenden Spielminute mit einem Unsportlichen und einem Technischen Foul belegt. Dadurch konnte Eintracht Dortmund das Ergebnis ins Zweistellige schrauben und das Spiel ein bisschen zu Hoch nach Hause schaukeln. 

Aufgrund der Anzahl an Spielern konnte man eher mit einer Blow-Out-Niederlage der Herner als mit einem Sieg rechnen. Aber die Leistung, die die Herner-Fünf an den Tag gelegt hat, war stellenweise so stark, dass man den Gastgeber aus Dortmund am Rande der Niederlage hatte. Allerdings musste man mit andauernder Spielzeit der Foulbelastung und der fehlenden Quantität Tribut zollen, sodass Herne im Schlussviertel nicht mehr mithalten konnte und ein bisschen zu Hoch verloren hat. 

Biermann (23/5-5), De La Cruz (11/1-2/2), Pajonk (13/1), Tetsch (8), Klems (6) 

 

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