2. Damen: Wahnsinns-Fight in der MCG Arena

Mit 86-80 setzten sich die Regionalliga Damen des HTC gegen Velbert durch. Wie kam es nun zu diesem Ergebnis?
Herne legte los wie die Feuerwehr. Hoch motiviert und mit cleverem Offensivspiel ging Herne nach 3 Minuten mit 11:2  in Führung. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten die Hernerinnen 4 Teamfouls auf der Anzeigetafel. Velbert agierte offensiv nun geschickter und konnte sich durch 8 Punkte an der Freiwurflinie im Spiel halten.

Aufgrund der hohen Foulbelastung und die dadurch bedingte hohe Wechselfrequenz kam ein leichter Bruch in das gesamte Spiel. Beide Teams agierten verunsichert, so dass es bei einer knappen 7 Punkte Führung für Herne zur Halbzeit blieb. 
Nach dem Seitenwechsel war Velbert direkt präsenter und kam durch seine starke Amerikanerin Judge und Katharina Quakernack in Führung vor Beginn des letzten Viertels. Herne agierte weiterhin offensiv verunsichert und ohne richtige Konsequenz und defensiv verpasste man es Quakernack vom offensiven Rebounding abzuhalten. Aber  zwei Minuten vor Ende lag Herne durch einen Dreier von Jenny Strozyk mit 6 Punkte vorne. Im Gefühl des Sieges ließ man Velbert wieder rankommen, so dass Judge in der letzten Minute den Ausgleich für Velbert erzielen konnte. Es hieß Verlängerung! Bis zu diesem Zeitpunkt musste man schon seit einem Viertel auf Lucie Friedrich verzichten, die unglücklich beim Rebound umgeknickt war. Mit einer hohen Foulbelastung und dem Neckbreaker von Judge im Rücken ging es in die Verlängerung. Die Emotionen kochten auf beiden Seiten hoch und die Stimmung in der Halle war stark. Velbert nahm den gesamten Schwung mit in die Verlängerung und zog bei 1:40 min zu spielen auf 6 Punkte davon. Das Spiel schien verloren. Doch weit gefehlt. Das Herner Team funktioniert.
Angeführt von der Bärenstarken Jenny Strozyk, Hanna Hahn und Anna Lappenküper gelang die Überraschung. Das Team um Kirsten Veith verteidigte wie Hölle und erkämpfte sich den Ball ein
ums andere mal und zog mit purer Leidenschaft zum Korb und ließ keinen Feldkorb mehr von Velbert zu und gewann das Spiel am Ende dank eines 12:0 Runs in den letzten 2 Minuten.

"Ich bin stolz auf dieses Team. Wir haben uns mittlerweile echt gefunden und eine kämpft für die andere. Es war ein intensives und schweres Spiel für und wir hatten Probleme die Amerikanerin unter Kontrolle zu bekommen. Es war nicht eines unserer besten Spiele und dennoch haben wir am Ende gewonnen und das als geschlossene Mannschaft. Nach dem nicht optimalen Saisonstart greifen mittlerweile die Automatismen ineinander und wir spielen einen attraktiven Basketball und seit diesem Spiel weiß ich, dass wir auch leidenschaftlich spielen bzw. gewinnen können. Wir wollen den Schwung mitnehmen und weiter in der Rückrunde ungeschlagen bleiben. Auch die Leistung von Jenny ist nicht hoch genug anzusiedeln, die direkt im Vorfeld im wichtigen WNBL  Spiel schon das Team zu Sieg geführt hat und nochmal alle Kräfte in diesem Spiel gebündelt hat“, so ein stolzer Headcoach Mario Zurkowski.

Punkte: Siebert 3, Hahn, H. 16, Winkelmann 1, Lappenküper 18, Goddemeier4, Asuamah-Kofoh, Veith, Sola 5, Strozyk 23, Hahn, G., Friedrich 16

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