Mit dem Bus nach Osnabrück

Doppelte Gefahr

Lasst uns das Auswärtsspiel zum Heimspiel machen! Abfahrt ist am Freitag um 15 Uhr, Erw. zahlen 10,-€ und Kinder 5,-€ zzgl. Eintritt. Let´s go HTC!

Plötzlich und unerwartet verließ Spielmacherin und Publikumsliebling Quenice Davis den Herner TC unter der Woche – lange Zeit, darüber nachzugrübeln haben ihre ehemaligen Mitspielerinnen nicht. Was lindert den Abschiedsschmerz am wirkungsvollsten? Bundesligapunkte natürlich, gleich vier werden an diesem Wochenende vergeben.

Bevor am Sonntagnachmittag (16.30 Uhr) die Wohnbau Angels zu Gast in der MCG-Arena sind, bekommen die Herner Basketballerinnen es schon am Freitag mit den OSC Panthers aus Osnabrück zu tun (19.30 Uhr, OSC Halle A, Hiärm-Grupe-Straße 8, 49080 Osnabrück).

Auf dem Papier schaut die Begegnung nach einer klaren Angelegenheit aus: Hier der HTC, der als Tabellenvierter wieder zu den ärgsten Wasserburg-Verfolgern aus Keltern und Saarlouis aufschließen will, die sich im direkten Duell gegenüber stehen. Und auf der anderen Seite die Panthers, die mit nur einem Punkt klares Tabellenschlusslicht sind. Erst einmal ging der OSC in dieser Saison als Sieger vom Feld, bekam aufgrund eines Formfehlers auch noch einen Punkt abgezogen.

Viel Beute haben die Raubkatzen in dieser Saison also noch nicht gerissen, als Schmusekätzchen geht das Tabellenschlusslicht aber trotzdem nicht durch – das weiß man auch in Herne. Noch als Zweitligist machten die Panthers im März dem HTC beim Top4 in eigener Halle fast die Bronzemedaille streitig, auch im Hinrundenspiel in der MCG-Arena hielt Osnabrück bis ins letzte Viertel mit, verlor am Ende achtbar 55:65.

Unglückliche Niederlagen bestimmen die Osnabrücker Saison, selbst das Überteam des TSV Wasserburg hatte beim 75:68 im Pokal-Achtelfinale schwer zu kämpfen. Am vergangenen Wochenende unterlag Osnabrück trotz Führung kurz vor Schluss noch 62:69 in Freiburg und hat nun kaum mehr Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Von einem Pflichtsieg will HTC-Coach Marek Piotrowski dennoch nichts wissen: „Sie können jetzt ganz befreit aufspielen und das macht sie doppelt gefährlich. Der Rückstand ist so groß, dass es für sie nicht mehr reicht, die direkte Konkurrenz zu besiegen – wenn sie drinbleiben wollen, müssen sie Teams von oben schlagen.“ Den Herner TC zum Beispiel. „Wir sind nicht großkotzig, wir haben Respekt vor jedem Gegner. Osnabrück hat viele gute Spielerinnen, auch einige neue, die alles geben werden.“

Ein Ersatz für Q Davis wird für den HTC wohl noch nicht im Team stehen, Piotrowski hofft aber, dass Radostina Slavova-Naneva in seinen Kader zurückkehrt.

14.01.16 / WAZ Herne / Phillip Ziser

Zurück