Schwaches 3. Viertel kostet den Sieg

Verpasst haben die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC die Chance, mit dem zweiten Platz in die Play-offs zu starten. Am Sonntag verlor das Team bei den Rhein-Main Baskets 75:80 (41:38).

Rhein-Main Baskets - Herner TC 80:75  (18:17 / 20:24 / 23:8 / 19:26)

Bräuer, Davis (15), Flasarova (5), Gawronska (11), Karic (5), Koop (4), Lappenküper (n.e.), Müller, Salomaa (15), Sola, van der Velde (2), Wright (18).

Verpasst haben die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC die Chance, mit dem zweiten Platz in die Play-offs zu starten. Am Sonntag verlor das Team bei den Rhein-Main Baskets 75:80 (41:38). Ein schwaches Viertel kostete dem Team von Trainer Marek Piotrowski den möglichen Auswärtssieg. Mit 8:23 hatten die Hernerinnen das dritte Viertel verloren. Minus 15 Zähler. Da helfen auch keine ansonsten starken 30 Minuten. Kurzfristig musste Piotrowski auf Kapitänin Minja Terzic verzichten. Das Fehlen der Serbin machte sich unter den Körben bemerkbar, hatte sich Piotrowski doch gerade unter den Brettern einiges ausgerechnet. Doch daraus wurde nichts. Im Gegenteil: Die Gastgeberinnen angelten sich mehr Rebounds. Am Ende standen hier 29:27 zu Gunsten der Langenerinnen auf dem Scouting-Bogen. Ordentlich unter den Brettern trumpfte Teya Wright auf. Die US-Amerikanerin angelte sich elf abspringende Bälle – sieben am eigenen und vier am gegnerischen Brett. Zudem erreichte sie eine Trefferquote aus dem Feld von 53 Prozent (7/13). Wright war mit 18 Punkten beste HTC-Werferin. Ähnlich treffsicher präsentierte sich Quenice Davis. Bei zwölf Versuchen traf sie sechs Mal. Hinzu kam ein verwandelter Freiwurf, macht zusammen 15 Zähler. Genauso viel Punkte sammelte Flügelspielerin Henna Salomaa. Von ihren neun Drei-Punkte-Würfen fanden vier ins Ziel. Trotz des katastrophalen dritten Viertels ließen die Piotrowski-Schützlinge nie den Kopf hängen. Auch als kurz vor Schluss eigentlich bei einem Zwölf-Punkte-Rückstand alles gelaufen schien, steckten die Hernerinnen nicht auf. Quenice Davis versenkte zwei Dreier. Schon waren es nur noch sechs Punkte Rückstand. Und es wurde noch enger. Die Gäste verkürzten bis auf zwei Punkte. Die Sensation lag urplötzlich im Bereich des Möglichen. Doch die Zeit lief dem HTC weg. So mussten die Hernerinnen in der Schlussminute schnell foulen, um die Gastgeberinnen an die Freiwurflinie zu zwingen. Dort erwiesen sie sich aber als nervenstark und verwandelten sicher, so dass der HTC letztlich leer ausging.
„Das ist eine ärgerliche Niederlage“, stellte Pressesprecher Lars Winkelmann enttäuscht fest. Jetzt muss der HTC unbedingt am kommenden Samstag um 20 Uhr das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten GiroLive Panthers aus Osnabrück gewinnen, um sich noch eine ordentliche Ausgangslage für die Play-offs zu verschaffen.

16.03.2014 / WAZ Herne / Rupert Joemann

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