Sieg gegen Freiburg

Sie lieferten einen großen Kampf – und hatten dennoch keine Chance gegen die HTC-Damen an diesem Samstagabend. Mit 87:74 schlägt der HTC auch die Eisvögel aus Freiburg und kann sich nun auf das Spitzenspiel gegen die Rhein-Main Baskets am nächsten Wochenende konzentrieren.

Herner TC – Eisvögel USC Freiburg 87:74  (20:17 / 31:22 / 21:21 / 15:14)

Koop 17, Wright 16, Terzic 15, Gawronska 11, Karic 8, Davis 7, Müller 7, Salomaa 6, Bräuer, Van der Velde.

Dabei lief es zu Beginn der Partie überhaupt nicht nach dem Geschmack Marek Piotrowskis. „Wir waren zu passiv am Brett, überhaupt nicht bissig genug und haben schwach verteidigt. Das sollte sich nicht so wie gegen Oberhausen entwickeln, ich musste reagieren“, begründete der Head-Coach die frühe erste Auszeit schon nach 2 Minuten. Die zeigte Wirkung, nun  wurde wie von Piotrowski gewünscht über die Center agiert. Minja Terzic und Teya Wright dankten es mit je vier Punkten noch im ersten Viertel. Kitty Müller eröffnete den zweiten Durchgang mit einem Dreier. Lisa Koop, diesmal die Herner Topscorerin des Spiels, war in dieser Phase unter dem Brett nur durch Fouls der Eisvögel zu stoppen. Freiburgs Head-Coach Harald Janson nahm infolgedessen seine Auszeit. Auch seine Ansprache fruchtete, denn danach attackierten die Eisvögel den Ball schon deutlich früher, wodurch Herne zahlreiche, zum Teil auch leichtfertige Ballverluste hinnehmen musste. Bis auf 35:30 kam Freiburg heran, ehe Marek Piotrowski seine Damen wieder auf Kurs bringen konnte. Mit einem fulminanten Buzzer-Beater zur Schlusssirene des zweiten Viertels erhöhte Magda Gawronska nochmal das Herner Punktekonto auf einen beruhigenden 51:39-Vorsprung.
Nach dem Pausentee jedoch erwischte Freiburg wieder den besseren Start, die stark aufspielenden US-Amerikanerinnen Bianca Simmons und Brooque Williams erzielten zusammen neun Punkte auf Freiburger Seite und brachten ihr Team damit wieder auf Schlagdistanz heran. Piotrowski reagierte mit einer weiteren Auszeit. Die Ansprache fiel lautstark aus, nur allzu deutlich rief er seinen Schützlingen ins Bewusstsein, dass das Spiel noch lange nicht gewonnen sei. Seine warnenden Worte fanden Gehör: Minja Terzic kehrte aufs Parkett zurück, markierte direkt zwei Punkte und gab damit das Signal, endgültig den Sack zuzumachen. Nach weiteren schnellen Punkten von Lisa Koop und Henna Salomaa war der Abstand wieder hergestellt. Das letzte Viertel wurde nach erneuten Punkten der starken Bianca Simmons aus Herner Sicht dann aber von der erneut auftrumpfenden Kapitänin Minja Terzic eröffnet, die nach tollem Anspiel von Quenise Davis sicher vollstreckte. Es folgte eine kurze Phase des Run and Gun, ehe Emina Karic per Dreier auf 83:66 erhöhte - die Messe war gelesen. Marek Piotrowski nahm die letzte Auszeit, da feierten die Fans schon den Sieg auf der Tribüne. „Wir haben heute als Team wieder super funktioniert, ich konnte viel durchwechseln und die Spielzeiten verteilen. Vier Spielerinnen haben zweistellig gepunktet, das lässt für nächste Woche hoffen. Nur die 26 Turnover sollten uns da nicht passieren“; so der Herner Head-Coach abschließend.

Lars Winkelmann & Oliver Strüber

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