Sonja Greinacher ist Deutschlands Beste im Spiel gegen Serbien

Deutschlands Basketballerinnen haben das erste Spiel in der EM-Quali glatt verloren. Daran konnten auch 16 Punkte von HTC-Ass Sonja Greinacher nichts ändern.

Mit einer herben Niederlage sind Deutschlands Basketballdamen in die EM-Qualifikation gestartet. Die DBB-Auswahl mit den Hernerinnen Sonja Greinacher und Lea Mersch unterlag in Belgrad dem amtierenden Europameister Serbien glatt mit 57:100 (17:23, 12:25, 18:28, 10:24).

Beide HTC-Spielerinnen hatten Bundestrainer Bastian Wernthaler in den Testspielen gegen Polen offenbar überzeugt, denn beide standen in Belgrad in der Startformation. Nicht im Kader war Ireti Amojo, die dritte nominierte Herner Nationalspielerin. Sie hatte sich im Training eine Sprunggelenksverletzung zugezogen, die keinen Einsatz zuließ.

Die Hoffnung der DBB-Auswahl, in Serbien eine Überraschung zu schaffen, erwies sich als unrealistisch. Der Europameister spielte sich schnell eine 7:0-Führung heraus, ehe Sonja Greinacher die ersten Punkte für das deutsche Team erzielte (3.). Bis auf 8:9 kämpften sich die Gäste heran, dann setzte sich Serbien wieder mit einem 5:0-Run ab und beendeten das erste Viertel mit einem 23:17-Vorsprung.

In den folgenden Abschnitten trat die Überlegenheit des Titelverteidigers noch deutlicher zu Tage. In der 12. Minute führte Serbien erstmals zweistellig (30:19), in den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit versenkten die Serbinnen noch vier Dreier zur 48:29-Pausenführung.

Nach Wiederbeginn konnte es für das DBB-Team nur darum gehen, die Niederlage in Grenzen zu halten – aber auch das misslang. Die Gastgeberinnen um die überragende Ana Debovic gaben weiter Vollgas, die Deutschen gingen im Dreierhagel förmlich unter und mussten in letzter Minute auch noch den hundertsten Punkt schlucken. Auch in der Offensive lief nicht viel, wobei Sonja Greinacher (16 Punkte) noch die meisten Akzente setzen konnte. Mit acht Punkten war Lea Mersch hinter Greinacher und Katharina Fikiel (12) beste deutsche Werferin.

Nun muss am Mittwoch in Marburg gegen die Ukraine ein Sieg her, um die Chancen auf Platz zwei in der Gruppe zu wahren.

23.11.2015 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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