Starke zweite Halbzeit bringt HTC-Damen ins TOP4

Haiden Palmer führt den Herner TC zum 74:67-Sieg gegen Freiburg und damit ins Halbfinale. HTC findet lange kein Mittel gegen Kristen McCarthy.

Herner TC - Eisvögel USC Freiburg 74:67  (13:15, 18:17, 23:20, 20:15)

HTC: Palmer (26/6 Dreier), Greinacher (18/1), Dikes (8), Bellock (8), Takács (5), Amojo (4), Kerin (3/1), Mahlknecht (2), Van der Velde, Arthur, Pooch, Krizanovic.

USC: McCarthy (27/1), Vukoje (15/2), Ilmberger (10), Rodefeld (6), Leary (5), Hoffmann (4), Hodapp, Quedraogo, Schipek, Zehender.

Die Feiertage sind vorbei, es geht wieder an die Arbeit: Sollten es einige Basketballerinnen des Herner TC zuvor nicht gewusst haben, in der Halbzeitpause des Pokalviertelfinalspiels haben sie es realisiert. Dafür dürfte Marek Piotrowski gesorgt haben, der ziemlich stinkig in die Kabine entschwand. Eine Stunde später hatten seine Mädels ihn besänftigt. „Wir haben erreicht, was wir wollten, sind zum dritten Mal in Folge unter den besten Vier“, strahlte der Herner Headcoach. „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan, aber dann hat die Mannschaft Moral gezeigt und sich zusammengerissen.“
Damit fasste er die Partie gegen die Eisvögel treffend zusammen. Ohne Sabally und ihren neuen US-Guard verbreiteten die Eisvögel bei den wider Erwarten doch mit Sonja Greinacher angetretenen Hernerinnen nicht eben Angst und Schrecken. Als die HTC-Damen durch die furios beginnende Kata Takács (4) und einen Dreier von Haiden Palmer gleich ein 7:2 (3.) vorlegten, fühlten sie sich in ihrer Favoritenrolle schnell bestätigt. Dann aber kam Kristen McCarthy von der Freiburger Bank, versenkte gleich einen Dreier – und vorbei war’s mit der Herner Herrlichkeit. Auch freie Würfe fanden kaum noch den Weg durch die Reuse, Schrittfehler und andere Unkonzentriertheiten häuften sich, und auf Seiten der Gäste lief McCarthy heiß. Sie wurde gesucht, sie wurde gefunden, und sie traf: Allein 21 Punkte steuerte die flinke Flügelspielerin zur Freiburger 32:31-Pausenführung bei.
Wie McCarthy die erste Hälfte prägte, so prägte Haiden Palmer die zweite. Als manche Fans beim 37:41 (25.) langsam ein mulmiges Gefühl beschlich, nahm sie das Heft in die Hand, traf zwei Dreier zum 43:43 und zeigte mit ihrer ganzen Körpersprache, dass sie sich ihr erstes Top4-Turnier nicht entgehen lassen wollte. Entscheidend wurden die Minuten vor und nach der letzten Viertelpause, als der HTC mit einem 17:2-Lauf von 47:50 (29.) auf 64:52 (33.) davonzog. Zwar kam der USC wieder auf 63:66 (36.) heran, aber mit ihrem sechsten Dreier beendete Palmer das letzte Flattern der Eisvögel.

08.01.2016 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer

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