U19w des Herner TC ist Westdeutscher Meister 2017

Klare Siege gegen Neuss und Düsseldorf

Die U19w des Herner TC hat sich souverän den Titel als Westdeutscher Meister 2017 gesichert. Beim TOP4 in Emsdetten trafen die Hernerinnen um Coach Norman Linnenbrügger im Halbfinale auf den Zweitplatzierten der anderen Regionalliga, die TG Neuss. Linnenbrügger hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass dieses Spiel das wichtigere der beiden sei und die Mannschaft bereits im Vorfeld so gut wie möglich auf Neuss eingestellt. So berief er die beiden WNBL-Spielerinnen Annika Jendrian und Clara Stockhorst für das TOP4 in den Kader, sodass ihm in Emsdetten eine volle Bank mit 12 Spielerinnen zur Verfügung stand.

Von Beginn an zeigten die Hernerinnen, dass sie keinen Zweifel an ihren Finalambitionen aufkommen lassen wollten und zogen von 6:0 (3. Minute) bis zum Ende des Viertels auf 18:8 davon. Vor allem die Defense arbeitete gut, vorne konnten durch freie Würfe und eine gute Penetration immer wieder Fouls und Freiwürfe gezogen werden, die zunächst aber nicht immer erfolgreich verwandelt werden konnten. Bereits im zweiten Viertel begann Linnenbrügger zu rotieren und wechselte alle Spielerinnen munter durch. Zur Halbzeit war das Spiel bereits entschieden, Herne führte 43:14, wobei auch weiterhin die gute Defense und wiederum viele einfache Abschlüsse am Korb erzielt werden konnten. 
Die komplette zweite Halbzeit geriet dann nur noch zum Schaulaufen und zur Möglichkeit, nochmal an einigen individuellen Dingen zu arbeiten. Schlussendlich gewann der Herner TC souverän und verdient mit 76:34. „Ich hatte Neuss deutlich stärker eingeschätzt, wobei sie mit 8 Spielerinnen eine kleinere Bank hatten. Das soll den Erfolg meiner Mädels natürlich nicht schmählern. Wir haben in der Defense einen Superjob gemacht und vorne durch eine gute Rotation immer wieder freie und einfache Abschlüsse erzielt“, so der Coach.
Bereits vor dem Herner Spiel fand das erste Halbfinale zwischen Gastgeber Emsdetten und dem Vorrundenmeister der anderen Regionalliga, ART Düsseldorf, statt. Dieses Spiel gestaltete sich lange offen, bevor Düsseldorf am Ende zu einem deutlichen Erfolg (61:40). Somit hieß es im Finale ART Düsseldorf gegen Herner TC. 
Für das zweite Spiel wurden zunächst keine Veränderungen in der Aufstellung oder der Taktik vorgenommen. Dies sollte zu Beginn zum Problem werden: So starteten beide Teams sehr nervös in das Spiel, viele Würfe und einfache Abschlüsse fanden nicht ihr Ziel. Düsseldorf spielte geschickt gegen die Herner Mann-Mann-Verteidigung und kam so zu vielen einfachen und freien Würfen, sodass Herne nach 4:14 (6. Minute) zurück lag. Einzig Clara Stockhorst hielt die Hernerinnen mit feinen Würfen aus der Mitteldistanz im Spiel, sodass es nach dem ersten Viertel 12:18 aus Herner Sicht stand. Mit der Umstellung auf Zonenverteidigung lief bei Düsseldorf dann im zweiten Viertel nicht mehr viel zusammen, Herne verteidigte intensiv und geschickt und so erklang mehrmals das Signal der 24-Sekunden-Uhr oder viele Pässe wurden bereits vorher abgefangen. Das Technische Foul gegen Trainer Linnenbrügger in der 12. Minute wurde dann vollends zum Weckruf für das Team. Vor allem Hanna Hahn und Clara Stockhorst waren nun offensiv gar nicht mehr zu bremsen, während die Defense weiterhin aggressiv und intensiv verteidigte. So ging es mit einem 31:27 für Herne in die Halbzeit. 
Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hatte: Herne machte hinten dicht und punktete vorne weiterhin hochprozentig. Waren es in Halbzeit eins vor allem Clara Stockhorst und Hanna Hahn, so liefen nuzn Stina Runtemund und Meret Willing heiß, die durch feine Zuspiele und gute Rebounds den Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels auf 54:29 ausbauten. Das letzte Viertel geriet dann zum Schaulaufen für die gesamte Mannschaft. Linnenbrügger wechselte erneut munter durch, damit jede Spielerin den Triumph genießen konnte. Düsseldorf bäumte sich zwar nochmal auf, aber viele Würfe fanden nicht ihr Ziel und Herne spielte den Stiefel souverän runter.
Mit dem Schlusspfiff lagen sich die Spielerinnen, unter dem Applaus der mitgereisten Fans, in den Armen und sangen laut bei „We are the Champions“ mit. Trainer Norman Linnenbrügger war voll des Lobes für die Mannschaft: „Dass wir nach dem ersten Viertel so stark zurückgekommen sind, zeugt von einer großartigen Einstellung der Mannschaft. Jede Spielerin hat sich in beiden Spielen für die anderen zerrissen, alle haben für und miteinander gespielt. Unsere Defense im Finale gegen Düsseldorf war sensationell. Ich freue mich riesig für die Mannschaft. Sie hat hart dafür gearbeitet und sich am Ende mit der Meisterschaft belohnt! Ein besonderer Dank gilt Kapitänin und Co-Trainerin Melda Kanti, die mich in einigen Spielen sehr gut vertreten und unterstützt hat.“ 
Am Ende erhielten alle Mannschaften, Emsdetten sicherte sich im Spiel um Platz 3 gegen Neuss den dritten Platz, Medaillen, die Thomas Odenwald als Vorsitzender des WBV-Jugendausschusses verteilte. 
Ein Teil der Herner Mannschaft, einige Eltern und der Trainer wärmten sich bereits im Anschluss an das TOP4 bei McDonald´s für die noch ausstehende Meisterfeier auf.

Für Herne spielten:
Meret Willing, Lisa Meurer, Pia Proske, Melda Kanti, Lea Schulte-Göcking, Klara Zerbe, Stina Runtemund, Pauline Schröder, Annika Jendrian, Hanna Hahn, Tabea Hassel und Clara Stockhorst.

 

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