1. Herren: Unkonzentriertheit kostet HTC den Sieg

Klassenerhalt trotz Niederlage gesichert

Herner TC – TSC Eintracht Dortmund 56:58 (14:22; 14:9; 7:13; 21:14)

Nachdem der HTC in den letzten drei Spielen mit nur sieben Mann zwei Siege einfahren konnte, standen die Vorzeichen für den 20. Spieltag gut für Herne, konnte man doch endlich wieder auf 10 Spieler zurückgreifen. Das Hinspiel ging ebenfalls in personeller Notlage an die Eintracht aus Dortmund, weswegen Herne auf eine Revanche aus war…

Doch zu Beginn der Partie lief es auf beiden Seiten nicht gerade rund. Die Gäste fanden früher zu Ihrem Spiel und nutzten die Unstimmigkeiten in der herner Defense ab der fünften Minute zu einem 11:3-Lauf (10:18; 7. Min.). Herne hingegen hatte im gesamten Spiel Probleme mit der gut stehenden Verteidigung der Gäste, welche zusätzlich unter dem Korb den Größenvorteil inne hatten. Vor allem durch eine schwache Freiwurfquote der Hausherren (3-9) ging der erste Durchgang an die Dortmunder (14:22; 10. Min.).

Im zweiten Viertel verbesserte sich die Verteidigung des HTC, woran Felix Wenzel und Irbin DeLaCruz großen Anteil hatten. Immer wieder störten die Herner Guards die gegnerischen Angriffssysteme und die Eintracht musste sich fortan jeden Punkt hart erarbeiten. In der Offensive konnte sich nun Alexander Konsek besser durchsetzen, der HTC beendete die erste Halbzeit mit einem 12:6-Lauf und das Spiel war wieder offen (28:31; 30. Min).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielte zuerst Alex Konsek den Ausgleich (31:31; 23. Min.), woraufhin jedoch die Dortmunder Offensive wieder aufdrehte und mit einem 10:2-Run wieder etwas deutlicher in Führung ging (33:41; 28. Min.). Im Herner Spiel lief nicht viel zusammen und auch die Treffsicherheit der Schützen des HTC ließ zu wünschen übrig. Nach einem abschließenden Gäste-Dreier lag Herne mit neun Punkten hinten (35:44; 30. Min.) und Nervosität machte sich breit. Alles hing nun vom letzten Viertel ab!

Doch in den letzten 10 Minuten der Begegnung war erstmal wieder die Eintracht am Drücker und setzte sich mehrfach unter dem Korb durch, wodurch der Herner Rückstand auf 12 Punkte anstieg (40:52; 34. Min.). Aber wie so oft erwachte der Herner Kampfgeist erst spät, aber er erwachte…

Die Konsek-Brüder standen nun gemeinsam auf dem Feld und boten ihren Gegenspielern ab sofort Paroli. Durch starke Defense, gutes Rebounding und intelligentes Zusammenspiel erzielte das Duo im letzten Viertel 11 Punkte und hatte großen Anteil an der Herner Aufholjagd. Die bereits in Siegessicherheit schwelgenden Dortmunder wurden kalt erwischt und erzielten fünf Minuten lang keine Punkte mehr. Gleichzeitig wachten die Distanzschützen des HTC auf und erst Badziong und dann Pajonk trafen von außen, wodurch Herne sich wieder in Schlagdistanz kämpfte (54:55; 39. Min.). Der TSC wurde weiter am Punkten gehindert und die Lokalmatadoren schnupperten 20 Sekunden vor dem Ende am Sieg. Aus taktischen Gründen foulte Dortmund Alex Konsek, welcher an diesem Tag eine eher durchwachsene Leistung von der Freiwurflinie abgeliefert hatte. Doch dieses Mal behielt der Herner Topscorer die Nerven und brachte seine Farben nach 39 Minuten Rückstand erstmalig wieder in front (56:55; 40. Min.). Die Eintracht nahm die Auszeit und Brackmann stellte für den letzten Angriff auf Manndeckung um. Kaum zu glauben, aber wahr: trotz dieser Umstellung versäumte der HTC es die Mann-Mann-Verteilung vorzunehmen, was sich als fataler Fehler herausstellen sollte: Dortmund brachte den Ball auf ihren vollkommen ungedeckten Flügelspieler, welcher in aller Ruhe Maß nehmen, werfen und treffen durfte. Durch diesen dicken “Patzer“ 0,1 Sekunden vor dem Ende war das Spiel entschieden (56:58; 40. Min.).

Fazit: Zu lange hat der HTC diesmal gebraucht um ins Spiel zu finden. Zu viele Turnover leistete sich die Brackmannsche Truppe und ein schwache Feldwurfquote gepaart mit einer katastrophalen Leistung von der Freiwurflinie (7-23) verhinderten einen Herner Sieg am 20. Spieltag. Und trotzdem hätte man das Spiel gewinnen können, wenn man mit mehr Konzentration und Entschlossenheit zu Werke gegangen wäre. Es hat leider nicht sollen sein und ist nicht mehr zu ändern. Deswegen schaut das Team jetzt auf die beiden letzten Spieltage der Saison in der man noch auf die Tabellen-Kellerkinder aus Lünen und VfL-Bochum 3 trifft. Doch da eben diese beiden Teams noch untereinander den zweiten Absteiger ausspielen, werden beide Partien alles andere als ein Spaziergang für den HTC. 

Einziger Wehrmutstropfen: trotz dieser Niederlage hat der HTC, aufgrund der parallelen Niederlagen der Konkurrenz, bereits den Klassenerhalt gesichert und kann ab sofort frei aufspielen. Nach bislang nur sechs Siegen und dem aktuellen siebten Tabellenplatz ist die Mannschaft jedoch noch nicht zufrieden und wird an den letzten beiden Spieltagen nochmal alles geben um diese Position auch bis zum Saisonende zu behalten. Dann hoffentlich wieder mit mehr Konzentration und über die gesamte Spieldauer…

Scoring: Konsek, A. 17/5-15; Badziong 10/2/0-1; Biermann 8/2-5; Pajonk 7/1; Konsek, D. 6/0-2; DeLaCruz 2; Wenzel 2; Mwamba 2; Köhler 2; Klems

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